13-Jähriger erschlagen

Drama bei Fan-Feiern

(20.07.2026) Die Freude über den Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft ist in Spanien von einer schweren Tragödie überschattet worden. In der westspanischen Stadt Ciudad Rodrigo kam ein 13-jähriger Bub ums Leben, nachdem ein Teil eines historischen Brunnens während der Jubelfeiern eingestürzt war. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen und eine dreitägige Staatstrauer auf kommunaler Ebene ausgerufen.

Der Unfall ereignete sich in der Nacht nach dem 1:0-WM-Finalsieg Spaniens gegen Argentinien. Wie zahlreiche spanische Medien berichten, versammelten sich Dutzende Fans an der Fuente del Árbol Gordo, einem bekannten Brunnen in Ciudad Rodrigo (Provinz Salamanca), um den zweiten WM-Titel der spanischen Nationalmannschaft zu feiern.

Mehrere Jugendliche kletterten dabei auf den steinernen Mittelteil des historischen Brunnens. Die Konstruktion hielt der Belastung nicht stand: Die zentrale Steinsäule beziehungsweise der obere Teil des Bauwerks brach plötzlich zusammen und stürzte auf die Menschen im Brunnenbecken. Ein 13-jähriger Junge wurde unter den Trümmern eingeklemmt und tödlich verletzt.

Großeinsatz der Rettungskräfte

Der Notruf ging laut dem regionalen Notdienst Castilla y León gegen 00:33 Uhr ein. Feuerwehr, Polizei, Guardia Civil und Rettungskräfte rückten umgehend aus. Einsatzkräfte versuchten gemeinsam mit Polizisten, die schweren Steinteile anzuheben, um den Jugendlichen zu befreien. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung erlag der 13-Jährige wenig später im Gesundheitszentrum von Ciudad Rodrigo seinen schweren Verletzungen.

Je nach Angaben der Behörden und spanischer Medien wurden mindestens zwei, teilweise auch drei weitere Personen verletzt, darunter mindestens eine Person mit einem Beinbruch. Die genaue Zahl der Verletzten wird im Zuge der laufenden Ermittlungen noch abgeglichen.

Stadt ruft dreitägige Trauer aus

Die Stadtverwaltung von Ciudad Rodrigo zeigte sich tief erschüttert. In einer offiziellen Mitteilung sprach sie der Familie und den Angehörigen des verstorbenen Jugendlichen ihr Beileid aus.

„Die gesamte Stadt Ciudad Rodrigo fühlt diesen Verlust und begleitet die Familie und Freunde des Minderjährigen in ihrem Schmerz“, erklärte das Rathaus. Zudem wurde betont, dass sich ein Tag der Freude über den WM-Titel in eine Tragödie für die gesamte Gemeinde verwandelt habe.

Als Zeichen der Trauer wurden drei Tage offizieller Trauer angeordnet. Die Flaggen am Rathaus wehen bis einschließlich 22. Juli auf halbmast. Zusätzlich wurde ein psychologisches Kriseninterventionsteam aktiviert, um die Angehörigen des Opfers zu betreuen.

Ermittlungen zur Ursache laufen

Die Unglücksstelle wurde nach dem Einsturz abgesperrt. Nun soll untersucht werden, weshalb die historische Steinstruktur nachgab und ob die große Menschenmenge allein für den Einsturz verantwortlich war oder weitere Faktoren eine Rolle spielten. Die Behörden machten dazu zunächst keine weiteren Angaben.

(fd/apa)

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