83 Prozent nutzen KI

Neue Studie in Österreich

(01.07.2026) Eine neue Studie hat 1.000 Menschen in Österreich zu ihrer Nutzung von Künstlicher Intelligenz befragt. 83 Prozent gaben an, ChatGPT und Co. aktiv zu nutzen, und jede bzw. jeder Zweite sogar mindestens ein Mal pro Woche. Speziell für schnelle Recherchearbeit und Informationen verwenden 62 Prozent die KI-Tools. Vorrangig jüngere Menschen verwenden Künstliche Intelligenz auch für die Erstellung, Überarbeitung und für das Zusammenfassen von Texten.

Einstellungen in der Gesellschaft

Jedoch bleibt die Einstellung gegenüber den neuen Technologien durchwachsen. Ein Drittel der Bevölkerung ist KI gegenüber positiv eingestellt, bei der Generation Z sogar 49 Prozent. Jedoch jede fünfte Person lehnt KI klar ab.

Auch KI-generierte Inhalte werden mehr. Sechs von zehn Befragten sagen, dass ihnen regelmäßig KI-Videos und Fotos begegnen – was aber auch die Akzeptanz steigert. Vier von zehn bewerten die Zunahme dieser Inhalte als negativ und jeder Zweite konsumierte diese Inhalte eher ungern. Auch die Qualität wird durchschnittlich nur als mittelmäßig eingestuft.

Kennzeichnung gewünscht

Nur etwa ein Viertel der Bevölkerung fühlt sich derzeit sicher darin, KI-generierte Inhalte zuverlässig zu erkennen. Besonders aufmerksam werden Nutzerinnen und Nutzer, wenn Inhalte unnatürlich wirken (49 Prozent) oder inhaltliche Widersprüche aufweisen (43 Prozent). 35 Prozent geben an, skeptisch zu werden, sobald Inhalte zu perfekt oder glatt erscheinen. Eine große Mehrheit von 85 Prozent spricht sich zudem für eine verpflichtende Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten aus.

Vor allem in sozialen Medien sind die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz bereits deutlich spürbar. Jeder dritte Befragte hat sein Nutzungsverhalten bereits angepasst: Das Vertrauen in Inhalte sinkt (54 Prozent), Beiträge werden kritischer hinterfragt (47 Prozent), und rund ein Drittel reduziert bewusst die eigene Nutzung von Social Media.

Als problematisch werden insbesondere die zunehmende Qualitätseinbuße von Online-Inhalten (46 Prozent), mögliche gezielte Manipulation (45 Prozent) sowie die Verbreitung von Desinformation (44 Prozent) durch sogenannten „KI-Müll“ gesehen. Drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass sich diese Entwicklungen in Zukunft weiter verstärken werden.

(APA/SR)

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