Alarm am Flughafen Nürnberg
"Unbekannte Luftnotlage"
(13.10.2026) Großeinsatz am Flughafen Nürnberg: Wegen einer mutmaßlichen Luftnotlage hat die Polizei am Dienstagmittag (13. Oktober 2026) den Albrecht-Dürer-Airport abgesperrt. Ein Passagierflugzeug aus dem griechischen Korfu wurde vor seiner Landung von Eurofighter-Kampfjets begleitet. Die Maschine konnte inzwischen sicher landen. Warum der außergewöhnliche Einsatz ausgelöst wurde, ist noch unklar.
Eurofighter begleiten Flugzeug aus Korfu nach Nürnberg
Am Dienstag kam es kurz vor der geplanten Landung eines Fluges von der griechischen Ferieninsel Korfu zu einem größeren Polizeieinsatz am Flughafen Nürnberg. Die Maschine sollte gegen 12.15 Uhr landen. Wegen einer zunächst nicht bestätigten Luftnotlage wurden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.
Wie ein Flughafensprecher mitteilte, wurde das Passagierflugzeug vor seiner Ankunft von Eurofightern begleitet. Trotz des außergewöhnlichen Einsatzes konnte die Maschine sicher am Flughafen Nürnberg landen. Welche Situation an Bord den Alarm ausgelöst hatte, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Polizei sperrt Flughafen Nürnberg ab
Die Polizei riegelte den Flughafen großräumig ab. Der reguläre Flugbetrieb wurde vorübergehend eingestellt, während Einsatzkräfte die Situation überprüften. Ein Polizeisprecher erklärte zunächst: „Wir gehen von einer mutmaßlichen Luftnotlage aus. Diese ist aber noch unbestätigt.“
Auch nach der sicheren Landung blieb der Airport vorerst geschlossen. Wie viele Einsatzkräfte an dem Großeinsatz beteiligt waren, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Ebenso gab es noch keine bestätigten Angaben darüber, ob sich Passagiere oder Besatzungsmitglieder in Gefahr befunden hatten.
Was steckt hinter der mutmaßlichen Luftnotlage?
Die genaue Ursache für den Alarm ist bislang ungeklärt. Eine Luftnotlage kann unterschiedliche Hintergründe haben, etwa technische Probleme, medizinische Notfälle oder sicherheitsrelevante Zwischenfälle. Welche dieser Möglichkeiten beim Flug aus Korfu infrage kommt, wurde von den Behörden nicht bestätigt.
Auch warum die Bundeswehr-Kampfjets das Passagierflugzeug begleiteten, war zunächst nicht näher bekannt. Die Begleitung durch militärische Flugzeuge bedeutet nicht automatisch, dass eine konkrete Bedrohung an Bord vorliegt.
Bereits in der Nacht Drohnenalarm am Flughafen Nürnberg
Der Großeinsatz am Mittag war bereits der zweite Sicherheitsvorfall am Flughafen Nürnberg innerhalb weniger Stunden. In der Nacht auf Dienstag hatten drei Piloten unabhängig voneinander ein unbekanntes Flugobjekt in der Nähe des Flughafens gemeldet.
Zwischen 2 und 4 Uhr morgens beobachteten die Piloten bei Start- oder Landevorgängen ein Objekt, bei dem es sich möglicherweise um eine Drohne gehandelt haben könnte. Die Grenzpolizei leitete gemeinsam mit dem Flughafen und der Deutschen Flugsicherung eine Suche ein. Dabei kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Das verdächtige Objekt konnte allerdings nicht gefunden werden.
Mehrere Flüge verspätet – Maschinen mussten ausweichen
Die mögliche Drohnensichtung hatte bereits in den frühen Morgenstunden Auswirkungen auf den Flugverkehr. Insgesamt waren sechs Flüge von Verspätungen betroffen, darunter zwei Ankünfte und vier Abflüge. Zwei ankommende Flugzeuge mussten vorsorglich zu den Flughäfen Köln und Prag ausweichen, konnten ihre Reise nach Nürnberg später jedoch fortsetzen.
Ob zwischen dem nächtlichen Drohnenalarm und der mutmaßlichen Luftnotlage am Dienstagmittag ein Zusammenhang besteht, ist nicht bekannt. Die Polizei untersucht die Hintergründe der Vorfälle.
Flughafen Nürnberg: Ursache noch unklar
Nach der sicheren Landung der Maschine aus Korfu konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Frage, warum das Passagierflugzeug von Eurofightern begleitet wurde und weshalb die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen notwendig waren.
Wann der Flughafen Nürnberg wieder vollständig zum regulären Betrieb zurückkehren kann, war zunächst unklar. Die Behörden haben weitere Informationen angekündigt, sobald die Hintergründe des Einsatzes geklärt sind.
(fd/apa)