Vater tötet Söhne (4,11)
Streit um das Sorgerecht?
(13.10.2026) Schreckliches Familiendrama in Los Angeles: Ein 35-jähriger Vater soll seine beiden kleinen Söhne im Alter von vier und elf Jahren erschossen haben. Die Kinder starben nach der Schussattacke in einem Krankenhaus. Anschließend richtete der Mann die Waffe gegen sich selbst, überlebte jedoch. Besonders tragisch: Die beiden Brüder waren zuvor mit ihrem Vater bei McDonald's essen gewesen. Die Polizei ermittelt wegen eines zweifachen Tötungsdelikts.
Vater soll beide Kinder auf offener Straße erschossen haben
Die tödlichen Schüsse fielen am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, gegen 12.49 Uhr Ortszeit im Stadtteil Pico-Union in Los Angeles. Nach Angaben der Polizei ereignete sich das Verbrechen im Bereich der Kreuzung Venice Boulevard und Catalina Street.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie zwei schwer verletzte Kinder und einen ebenfalls durch Schüsse verletzten Mann. Bei den Opfern handelt es sich um die vier und elf Jahre alten Brüder Jimmy und Osmani Gramajo. Ihr Vater soll auf beide Kinder geschossen und anschließend versucht haben, sich selbst das Leben zu nehmen.
Rettungskräfte brachten alle drei in umliegende Krankenhäuser. Für die beiden Buben kam jedoch jede Hilfe zu spät. Beide Kinder starben an ihren schweren Schussverletzungen.
Brüder waren zuvor mit ihrem Vater bei McDonald's
Besonders erschütternd sind neue Erkenntnisse über die Stunden vor der Tat. Nach Informationen des US-Senders NBC Los Angeles befanden sich die Kinder bei einem Besuch mit ihrem Vater, als es zu dem Verbrechen kam.
Der Vater soll der Mutter zuvor versichert haben, dass auch die Großeltern während des Besuchs anwesend sein würden. Stattdessen verließ er mit seinen beiden Söhnen das Haus seiner Eltern und fuhr mit ihnen zu McDonald's.
Kurz nach dem gemeinsamen Restaurantbesuch soll der Mann seine Kinder auf offener Straße erschossen haben. Was unmittelbar vor der Tat geschah, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Verdächtiger Vater überlebt Schussverletzung
Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich nach Angaben seiner Eltern um den 35-jährigen Adolfo Gramajo. Nach den tödlichen Schüssen auf seine Söhne soll er die Waffe gegen sich selbst gerichtet haben.
Der Mann überlebte und wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Er befindet sich nach Polizeiangaben in Gewahrsam und wird medizinisch behandelt.
Die Ermittler gehen derzeit von einem mutmaßlichen Doppelmord mit anschließendem Suizidversuch aus. Weitere Verdächtige werden nicht gesucht. Für die Bevölkerung besteht laut Polizei keine weitere Gefahr.
Angehörige trauern um Jimmy (4) und Osmani (11)
Das Verbrechen hat die Familie und die Nachbarschaft tief erschüttert. Angehörige identifizierten die beiden getöteten Kinder als Jimmy Gramajo (4) und Osmani Gramajo (11).
An der Stelle, an der die tödlichen Schüsse fielen, legten Menschen Blumen und Kerzen nieder. Freunde und Verwandte versammelten sich, um gemeinsam um die beiden Brüder zu trauern.
Eine Tante der Kinder beschrieb die Buben als besonders liebevoll. Ein Freund der Familie erklärte gegenüber lokalen Medien, die beiden seien immer fröhlich gewesen und hätten niemandem etwas zuleide getan. Die Angehörigen versuchen nun zu verstehen, wie es zu der Gewalttat kommen konnte.
Gab es einen Streit um das Sorgerecht?
Nach Berichten lokaler Medien soll es innerhalb der Familie zuvor Streitigkeiten um das Sorgerecht gegeben haben. Angehörige erklärten allerdings, sie seien davon ausgegangen, dass die Probleme inzwischen geklärt worden seien.
Ob die familiären Auseinandersetzungen tatsächlich mit dem Verbrechen zusammenhängen, ist nicht bestätigt. Die Polizei hat bislang kein offizielles Tatmotiv bekannt gegeben.
Auch Aufnahmen einer vorbeifahrenden Metro-Bus-Kamera werden von den Ermittlern untersucht. Möglicherweise könnten die Bilder helfen, den genauen Ablauf der Schussattacke zu rekonstruieren.
Polizei untersucht Doppelmord an zwei Kindern
Die für Straftaten gegen Minderjährige zuständige Abteilung des Los Angeles Police Department (LAPD) hat die Ermittlungen übernommen. Die Beamten versuchen zu klären, was den 35-jährigen Vater zu der mutmaßlichen Tat bewegte.
Während die Untersuchungen weiterlaufen, trauern Angehörige und Nachbarn um zwei kleine Brüder, die nach einem gemeinsamen Ausflug mit ihrem Vater nicht mehr nach Hause zurückkehrten.
(fd)