Blaue Hunde in Tschernobyl

Es ist wohl blauer Staub

(30.10.2025) Fast 40 Jahre nach der verheerenden Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sorgt das Sperrgebiet erneut für Schlagzeilen. Tierschützer berichten von einer mysteriösen Entdeckung: Drei streunende Hunde mit komplett blauem Fell wurden in der sogenannten „Exclusion Zone“ gesichtet.

Die Tiere sind Nachfahren jener Haustiere, die 1986 bei der Evakuierung zurückgelassen wurden. Heute leben schätzungsweise rund 700 Hunde in dem rund 30 Quadratkilometer großen Sperrgebiet. Seit 2017 kümmert sich die Organisation Dogs of Chernobyl um ihre Fütterung und medizinische Versorgung – und nun offenbar um ein echtes Rätsel.

„Wir sind gerade vor Ort, um Hunde zur Sterilisation einzufangen, und sind auf drei Hunde gestoßen, die komplett blau waren“, teilte die Organisation auf Instagram mit.

Laut einem Bericht der New York Post sagten Anwohner, das Fell der Tiere sei noch vor einer Woche völlig normal gewesen. Nun schimmern sie in einem satten, fast leuchtenden Blau.
Die Helfer versuchen derzeit, die Hunde einzufangen, um Fell- und Blutproben zu nehmen.

„Wir kennen den Grund nicht und versuchen herauszufinden, was los ist“, so ein Sprecher der Organisation.

Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Phänomen nicht mit Radioaktivität in Verbindung steht. Stattdessen vermuten die Tierschützer, dass sich die Hunde in einer Substanz gewälzt haben könnten – möglicherweise in einer chemischen Verbindung oder Farbrückständen aus alten Anlagen.

Tierärztin mit Theorie

Dr. Jennifer Betz, veterinärmedizinische Leiterin des Projekts, erklärt gegenüber BILD:

„Diese Hunde haben extreme Angst vor Menschen und wir konnten sie bisher nicht einfangen. Sie scheinen sich aber in einer Substanz gewälzt zu haben, die sich in ihrem Fell abgelagert hat.“

Und weiter:

„Wir vermuten, dass diese Substanz aus einer alten mobilen Toilette stammt – ganz sicher können wir das aber noch nicht sagen.“

Das Erbe von Tschernobyl

Seit Jahrzehnten ist das Gebiet rund um den zerstörten Reaktor eine ungewollte Freiluftstudie der Natur. Trotz hoher Strahlenbelastung haben sich dort Wildtiere, Füchse, Wölfe – und eben Hunde – angesiedelt.
Forschungen zeigen, dass die Tschernobyl-Hunde genetisch zwar von normalen Hunden unterscheidbar sind, bislang aber keine klaren Strahlungs-Mutationen zeigen.

Der blaue Fellschimmer ist damit kein Zeichen einer Mutation – sondern wahrscheinlich ein skurriles Nebenprodukt der einzigartigen Umweltbedingungen im Niemandsland von Tschernobyl.

(AVL/fd)

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