Bub (3) am Parkplatz getötet
Drama vor dem Supermarkt
(22.09.2026) Ein schwerer Verkehrsunfall in Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat am Montag ein tödliches Ende genommen. Ein erst dreijähriger Junge geriet auf dem Parkplatz eines Supermarktes unter einen Transporter und wurde überrollt. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte das Leben des Kindes nicht mehr gerettet werden. Der Junge starb noch am selben Nachmittag in einem Krankenhaus in Güstrow.
Der tödliche Unfall ereignete sich am 21. September 2026 gegen 15.15 Uhr auf einem Supermarktparkplatz in der Eisenbahnstraße in Güstrow. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der Dreijährige gemeinsam mit seiner Mutter zu Fuß unterwegs.
Mutter und Kind gingen demnach am Rand der Fahrbahn über den Parkplatz. Aus bislang ungeklärter Ursache stürzte der dreijährige Bub plötzlich auf die Fahrbahn. In diesem Moment näherte sich ein Transporter.
Dreijähriger gerät seitlich unter fahrenden Transporter
Das Kind geriet nach bisherigen Ermittlungen seitlich unter das fahrende Fahrzeug. Der 44 Jahre alte Fahrer des Transporters konnte den Zusammenstoß laut dem bisherigen Ermittlungsstand nicht mehr verhindern.
Der Dreijährige wurde von dem Fahrzeug überrollt und dabei so schwer verletzt, dass unmittelbar Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden mussten. Anschließend wurde das Kind in ein Krankenhaus in Güstrow gebracht.
Dort kämpften die Ärzte um sein Leben. Die Verletzungen waren jedoch zu schwer. Der dreijährige Junge starb noch am Nachmittag des 21. September.
Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung
Nach dem tödlichen Unfall hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Dieses Verfahren dient dazu, den genauen Ablauf und eine mögliche strafrechtliche Verantwortlichkeit zu klären.
Die Einleitung eines solchen Ermittlungsverfahrens bedeutet dabei noch keine Feststellung einer Schuld des 44-jährigen Transporterfahrers. Nach dem derzeit veröffentlichten Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass der Mann den Unfall nicht mehr verhindern konnte.
Entscheidend ist nun unter anderem, wie schnell der Transporter unterwegs war, an welcher Stelle sich das Kind und das Fahrzeug unmittelbar vor dem Unfall befanden und wie genau der Dreijährige auf die Fahrbahn geriet.
Um diese Fragen zu beantworten, wurde ein Sachverständiger der DEKRA hinzugezogen. Er soll den Unfallhergang auf dem Parkplatz möglichst genau rekonstruieren.
Bei einer solchen Untersuchung können unter anderem die Position des Fahrzeugs, mögliche Spuren am Unfallort, Sichtverhältnisse und technische Faktoren eine Rolle spielen. Welche Erkenntnisse der Sachverständige im Fall von Güstrow gewonnen hat, wurde bislang nicht öffentlich bekanntgegeben.
Auch die zentrale Frage, warum der dreijährige Junge auf die Fahrbahn stürzte, ist nach dem bisherigen Stand weiterhin ungeklärt.
Tragödie ereignete sich mitten am Nachmittag
Besonders erschütternd ist, dass sich der Unfall mitten am Nachmittag auf einem Supermarktparkplatz ereignete. Solche Bereiche werden gleichzeitig von Autos, Lieferfahrzeugen und zahlreichen Fußgängern genutzt. Gerade kleine Kinder können aufgrund ihrer Körpergröße für Fahrzeuglenker schwerer zu erkennen sein.
Im konkreten Fall ist allerdings weiterhin offen, welche Faktoren tatsächlich zu dem tödlichen Unfall führten. Die Ermittler wollen deshalb zunächst die Rekonstruktion des Unfallgeschehens abwarten.
Dreijähriger stirbt trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen
Für das Kind kam letztlich jede Hilfe zu spät. Obwohl nach dem Unfall sofort Rettungsmaßnahmen eingeleitet wurden und der Dreijährige in ein Krankenhaus gebracht wurde, erlag er dort seinen schweren Verletzungen.
(fd)