Immer mehr FSME-Fälle
Von Zecken übertragen
(22.09.2026) Mit bereits 155 FSME-Fällen gibt es 2026 mehr Infektionen als im gesamten Vorjahr. 2025 wurden insgesamt 132 FSME-Fälle verzeichnet. Das teilte der Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) unter Berufung auf Daten des Zentrums für Virologie der MedUni Wien mit.
Österreich zähle zu den am stärksten von FSME betroffenen Ländern Europas. Übertragen wird FSME durch Zecken. Die meisten Fälle gibt es heuer in Oberösterreich, nämlich 65. Anschließend folgen Tirol (28) und Salzburg (19).
Zecken sind längst nicht mehr nur im Sommer aktiv. Der Herbst bietet daher eine gute Gelegenheit, den eigenen FSME-Impfstatus zu überprüfen.
Immer weniger Impfungen
Die FSME-Fallzahlen schwanken jährlich. Jedoch ist die Zahl der FSME-bedingten Spitalsaufenthalte in den letzten Jahren wieder gestiegen. FSME lässt sich nicht ursächlich behandeln.
Laut ÖVIH ist die international angesehene FSME-Bilanz Österreichs vor allem der jahrzehntelang hohen Durchimpfungsrate zu verdanken. Doch seit einigen Jahren sinken sowohl die Impfquote als auch der Anteil jener, die ihren Impfschutz regelmäßig auffrischen lassen.
Gefahren einer FSME-Erkrankung
Die MedUni berichtet, dass drei bis 28 Tage nach einem Zeckenstich, meist nach etwa acht Tagen, erste Symptome einer FSME-Infektion auftreten. Dazu zählen Fieber und grippeähnliche Beschwerden. Nach einem etwa einwöchigen beschwerdefreien Intervall kann eine zweite Krankheitsphase folgen, in der das zentrale Nervensystem betroffen ist.
Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel sowie Konzentrations- und Gehstörungen. In rund einem Drittel dieser Fälle kommt es zu Lähmungen der Arme und Beine oder der Gesichtsnerven. Etwa ein Prozent der neurologischen FSME-Erkrankungen verläuft tödlich.
(APA/ME)