Ebola in Oberösterreich?

Afrika-Rückkehrer isoliert!

(28.05.2026) In Oberösterreich sorgt aktuell ein möglicher Ebola-Fall für Aufsehen: Eine Person, die am Montag aus Uganda nach Österreich zurückgekehrt ist, wurde mit Krankheitssymptomen in ein Spital eingeliefert und vorsorglich isoliert. Laut Landessanitätsdirektion und Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung fiel die erste Blutprobe allerdings negativ auf Ebola aus. Eine zweite Probe soll nun endgültige Klarheit bringen.

Die betroffene Person befindet sich weiterhin in isolierter Behandlung und soll in den nächsten Stunden mit einem speziellen Infektionstransport in eine Wiener Spezialklinik überstellt werden. Der Gesundheitszustand gilt laut behandelndem Team derzeit als stabil.

Rückkehr aus Uganda löste Ebola-Alarm aus

Die Person war erst vor wenigen Tagen aus Uganda zurückgekehrt – einem Land, das aktuell vom gefährlichen Bundibugyo-Ebola-Ausbruch betroffen ist. Wegen der bestehenden Symptome griffen die österreichischen Gesundheitsbehörden sofort zu den vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen.

Bereits am Mittwochabend wurde ein Kontaktpersonenmanagement gestartet. Welche Personen betroffen sind oder in welchem Krankenhaus die Behandlung stattfindet, wurde aus Datenschutzgründen nicht bekanntgegeben.

WHO warnt vor Ausbreitung des Ebola-Ausbruchs

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte erst vor wenigen Tagen den aktuellen Ebola-Ausbruch in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo als internationale Gesundheitsnotlage eingestuft. Besonders problematisch: Beim aktuellen Bundibugyo-Stamm existieren bislang weder ein zugelassener Impfstoff noch eine spezielle Therapie.

Nach aktuellen WHO- und CDC-Daten wurden allein im Kongo bereits mehr als 900 Verdachtsfälle registriert, dazu kommen über 200 mutmaßliche Todesfälle. Auch Uganda meldete zuletzt bestätigte Ebola-Fälle und erste Todesopfer.

Die WHO befürchtet, dass sich die Lage in Ostafrika weiter verschärfen könnte. Gründe dafür sind bewaffnete Konflikte, schwierige medizinische Versorgung, Fluchtbewegungen und zahlreiche Grenzübertritte zwischen Uganda und dem Kongo.

Was ist der Bundibugyo-Ebola-Stamm?

Der sogenannte Bundibugyo-Stamm gehört zu den seltenen Varianten des Ebola-Virus. Er wurde erstmals 2007 in Uganda entdeckt und gilt als hochgefährlich. Die Krankheit wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und kann schwere innere Blutungen, Organversagen und tödliche Verläufe verursachen.

Die Inkubationszeit kann zwischen zwei und 21 Tagen liegen. Typische Symptome sind:

  • Fieber
  • Muskelschmerzen
  • Schwächegefühl
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • innere und äußere Blutungen

Gesundheitsbehörden betonen: Risiko in Österreich derzeit gering

Die europäischen Gesundheitsbehörden sehen derzeit kein erhöhtes Risiko für die Bevölkerung in Europa. Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) erklärte zuletzt, dass das Risiko für Europa weiterhin „sehr niedrig“ sei. Gleichzeitig laufen aber verstärkte Überwachungsmaßnahmen und Vorbereitungen auf mögliche weitere Verdachtsfälle.

Ob sich der Verdacht im aktuellen Fall in Oberösterreich bestätigt, soll die zweite Laborprobe zeigen. Bis dahin bleibt die Person weiterhin streng isoliert behandelt.

(fd/apa)

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