Falsche Medizin für Senioren

Heimleitung freigestellt

(17.08.2026) In einem Wiener Seniorenheim wurden über längere Zeit Medikamente falsch verabreicht. 20 Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Leopoldau waren betroffen. Die Heimleitung spricht von einem schweren Personalversagen.

Externe Prüfung läuft

Unter anderem wurden Medikamente zur falschen Tageszeit ausgegeben oder bereits abgesetzte Arzneien weiterhin verabreicht. In einigen Fällen erhielten Bewohner zudem eine falsche Dosierung oder Medikamente, die gar nicht verschrieben waren.

Die Teamleiterin des Ambulanzteams und die Direktorin des Hauses wurden inzwischen freigestellt. Weitere dienstrechtliche Konsequenzen könnten folgen. Ob es auch strafrechtliche Konsequenzen geben wird, ist derzeit noch offen.

Nach Angaben der Häuser zum Leben geht es den betroffenen Bewohnern gesundheitlich gut. Angehörige und Bewohner wurden informiert. Bei zwei Personen stehen noch Labortests aus, bei denen mögliche gesundheitliche Folgen ausgeschlossen werden sollen.

Nach Bekanntwerden der Vorfälle wurde im Haus Leopoldau eine zusätzliche Kontrollstufe eingeführt. Bis auf Weiteres soll jede einzelne Medikamentengabe zusätzlich überprüft werden.

Für die vollständige Aufklärung wurde eine externe Prüfung samt Gutachten beauftragt. Auch die zuständige Behörde MA 40 ist bereits mit dem Fall befasst. Die genauen Hintergründe der Medikamenten-Panne sind derzeit noch unklar.

(APA/VP)

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