Feuer und Rauch am Madring

Heftiger Formel-2-Crash

(11.09.2026) Der neue Madring in Madrid hat bereits am ersten Renntag seine gefährliche Seite gezeigt. Noch bevor die Formel 1 ihr erstes Training auf der neuen Strecke absolvierte, krachte der thailändische Formel-2-Pilot Tasanapol Inthraphuvasak in Kurve 19 heftig in die Streckenbegrenzung. Sein schwer beschädigter Rennwagen geriet anschließend in Brand, dichter schwarzer Rauch stieg über der Strecke auf. Der 20-Jährige konnte das Auto selbstständig verlassen und blieb nach übereinstimmenden Berichten unverletzt.

Inthraphuvasak verliert in Kurve 19 die Kontrolle

Der Unfall ereignete sich am Freitag, 11. September 2026, während des ersten Freien Trainings der Formel 2 auf dem neuen Kurs in der spanischen Hauptstadt. Inthraphuvasak, der für ART Grand Prix fährt, verlor am Ausgang von Kurve 19 die Kontrolle über seinen Boliden und schlug mit großer Wucht in die Barriere ein. Der Thai, Jahrgang 2005, bestreitet 2026 seine erste vollständige Saison in der Formel 2.

Kurz nach dem Aufprall entwickelte sich am Fahrzeug ein Feuer. Spanische Medien berichten, dass austretendes Öl den Brand ausgelöst haben soll. Streckenposten rückten mit Löschgeräten an, während Inthraphuvasak bereits hinter der Streckenbegrenzung in Sicherheit war.

Rote Flagge – Training minutenlang unterbrochen

Die Rennleitung reagierte sofort mit der Roten Flagge. Neben dem Löschen des Feuers mussten das zerstörte Auto geborgen, ausgetretene Flüssigkeiten beseitigt und die Unfallstelle kontrolliert werden. Laut „El País“ war das Formel-2-Training dadurch rund 24 Minuten unterbrochen.

Für die Fahrer war das besonders bitter: Auf dem komplett neuen Madring steht der Formel 2 ohnehin nur wenig Trainingszeit zur Verfügung. Der heftige Einschlag zeigte schon in den ersten Stunden des Rennwochenendes, wie wenig Fehler das neue Layout an einigen Stellen verzeiht.

Madring feiert Formel-1-Premiere in Madrid

Der Madring rund um das Messegelände IFEMA Madrid und Valdebebas steht 2026 erstmals im Formel-1-Kalender. Die Strecke ist 5,414 Kilometer lang, besitzt 22 Kurven und verbindet öffentliche Straßen mit eigens errichteten permanenten Streckenabschnitten. Die Formel 1 kehrt damit nach mehr als 40 Jahren nach Madrid zurück.

Auf schnellen Streckenabschnitten sollen die Formel-1-Autos Geschwindigkeiten von rund 340 km/h erreichen. Hinzu kommen Höhenunterschiede, teilweise schwer einsehbare Kurven sowie technische Passagen, in denen die Mauern nahe an die Strecke heranrücken. Genau diese Kombination macht den Madring für Fahrer besonders anspruchsvoll.

Neue Strecke gilt als besonders anspruchsvoll

Spektakulärstes Element ist die Kurve 12 „La Monumental“: Die rund 550 Meter lange Steilkurve weist eine Überhöhung von bis zu 24 Prozent auf. Pirelli stuft den Madring hinsichtlich der Energiebelastung für die Reifen sogar unter die fünf anspruchsvollsten Strecken im Formel-1-Kalender ein. Zusätzlich bietet der neu verlegte Asphalt zunächst vergleichsweise wenig Grip.

Auch mehrere Formel-1-Piloten hatten vor dem ersten Einsatz darauf hingewiesen, dass der Madring mit seinen schnellen und teils unübersichtlichen Passagen eine besondere Herausforderung darstellt. Der Crash von Inthraphuvasak war nun der erste schwere Unfall des Rennwochenendes auf der neuen Strecke.

Formel 1 kommt ohne Crash durch erstes Training

Beim anschließenden ersten Freien Training der Formel 1 in Madrid blieb ein vergleichbarer Unfall zunächst aus. George Russell im Mercedes setzte die Bestzeit vor Teamkollege Kimi Antonelli, während Charles Leclerc und Lewis Hamilton folgten. Die F1-Piloten tasteten sich sichtbar vorsichtig an Mauern, schnelle Kurven und den noch wenig bekannten Asphalt heran.

Der heftige Formel-2-Crash am Madring dürfte dennoch für Gesprächsstoff sorgen. Inthraphuvasak kam mit dem Schrecken davon – sein brennender Rennwagen lieferte aber bereits am ersten Tag eindrucksvolle Bilder davon, wie anspruchsvoll die neue Formel-1-Strecke in Madrid tatsächlich ist.

(fd/krone)

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