FIFA: Mrd. Zahlung an Verbände
Infantinos Wahlzuckerl?
(14.10.2026) Laut Medieninformationen plant die FIFA eine riesige Ausschüttung an ihre Mitgliedsverbände. Die US-Nachrichtenagentur AP hat unter Berufung auf ein FIFA-Dokument berichtet, dass der Fußball-Weltverband in Summe 6,35 Milliarden Dollar verteilen will. Mit Präsident Gianni Infantino an der Spitze des Verbands sollen die Zahlungen zwischen 2027 und 2030 erfolgen. Deutlich erhöhte Zahlungen, von etwa 25 Millionen Dollar (etwa 22,3 Millionen Euro), sollen an die einzelnen Nationalverbände gehen.
Von der FIFA wird die Ausschüttung mit dem großen kommerziellen Erfolg der WM im vergangenen Sommer begründet. Sie will "die Investitionen in die Entwicklung des Fußballs in den 211 Mitgliedsverbänden, den Kontinentalverbänden und anderen Anteilseignern fördern". Als schärfster Infantino-Kritiker gilt die UEFA. Von ihnen wurde der FIFA-Chef angesichts der hohen WM-Gewinne in einem Maßnahmenkatalog für umfassende Reformen zu einer Auszahlung aufgefordert. Dabei sind mindestens zehn Millionen Dollar pro Nationalverband gefordert worden, jetzt scheint es von dem Schweizer noch einen gewaltigen Zuschlag zu geben. Im Wahlkampf um die FIFA-Führung sind Zahlungen an die 211 Nationalverbände immer schon ein gängiges Mittel.
Das Dokument ist auf den 14. Oktober datiert, der Finanzplan soll im Dezember vom FIFA-Rat finalisiert werden. Laut der AP soll dieser im Anschluss beim FIFA-Kongress in Marokko im kommenden März abgesegnet werden. Bei diesem anstehenden Kongress will der Präsident des Weltverbandes, Gianni Infantino, wiedergewählt werden. Die Gegner haben bisher keinen Kandidaten für den Schweizer präsentiert. Zuletzt ist der 56-jährige Infantino für seinen Alleingang bei einem Vermarktungsplan der WM-Geschäfte unter heftiger Kritik gestanden.
In Zürich findet am Donnerstag eine Sitzung des FIFA-Councils statt, bei der Infantino seinen Kritikern gegenüberstehen wird. Diese sind durch ihre UEFA-Ämter Teil vom Weltverbandsgremium. Durch Unterstützer aus Afrika, Südamerika, Ozeanien und Asien hat Infantino sich eine ausreichende Machtbasis geschaffen.
(apa/ep)