Flamingo-Küken neu geboren
Sechszehn Stück in Schönbrunn
(24.09.2026) Im Tiergarten Schönbrunn gibt es Grund zur Freude: Bei den Rosa Flamingos sind 16 Küken geschlüpft. Von der typischen rosa Färbung ist bei den Jungtieren allerdings noch nichts zu sehen. Bis jetzt tragen sie noch ein mausgraues Kleid. "Das unscheinbare Dunenkleid bietet ihnen in den lehmigen Bruthügeln eine ideale Tarnung und schützt sie damit optimalerweise vor Feinden", erklärt Kurator Folko Balfanz am Donnerstag in einer Aussendung des Tiergartens.
Warum sind Flamingos rosa?
Bis die Flamingos ihr charakteristisches rosafarbenes Gefieder entwickeln, dauert es einige Jahre. Erst im Alter von etwa drei Jahren erstrahlen sie in ihrer typischen Farbe. Verantwortlich für die rosa Färbung ist die Nahrung der Tiere. Kleine Krebse und Algen enthalten Carotinoide, natürliche Farbstoffe, die die Flamingos über das Essen aufnehmen. Mit ihrem Schnabel filtern sie die kleinen Organismen aus dem Wasser. In den ersten Lebenswochen werden die Küken noch von ihren Eltern versorgt. Sie erhalten sogenannte Kropfmilch, eine besonders nährstoffreiche Flüssigkeit, die von Drüsen in der Speiseröhre der Elterntiere gebildet wird.
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Flamingo-Küken im Tiergarten Schönbrunn geboren
Rosa Flamingo kommt auch in Europa vor
Wie der Tiergarten berichtet, gibt es insgesamt sechs verschiedene Flamingo-Arten. Der Rosa Flamingo ist dabei die einzige Art, die auch in Europa vorkommt. Besonders große Kolonien leben unter anderem in der Camargue im Süden Frankreichs und in Andalusien in Südspanien. Mit einer Körpergröße von bis zu 1,40 Metern ist der Rosa Flamingo außerdem die größte aller Flamingo-Arten.
Im Tiergarten Schönbrunn sind die Küken derzeit unterschiedlich weit entwickelt. „Bei uns gibt es derzeit Küken in allen Größen. Die ersten sind Ende August geschlüpft“, berichtet Tierpfleger Dominik Eigenbauer. Die älteren Jungtiere haben ihre Nester bereits verlassen und sich zu einer gemeinsamen Kükengruppe zusammengeschlossen, einer Art Kindergarten.
Dabei sind die Jungvögel nicht auf sich allein gestellt: Die Eltern kommen weiterhin regelmäßig, um ihre Jungtiere mit Kropfmilch zu nähren. Ihr eigenes Jungtier können die Elterntiere dabei problemlos aus der Gruppe herausfinden. Sie erkennen es an seinem individuellen Ruf.
(APA/ME)