Roms Kolosseum geschlossen
Nach dem Tod eines Arbeiters
(24.09.2026) Nach dem tödlichen Arbeitsunfall eines 22-jährigen Technikers bleibt das Kolosseum in Rom auch am Donnerstag für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Der Archäologische Park des Kolosseums teilte mit, dass die Schließung aus Trauer um den Verstorbenen und aus Solidarität mit dessen Familie erfolgt. Tausende Touristinnen und Touristen mussten deshalb auf einen Besuch des weltberühmten Wahrzeichens verzichten.
Der junge Techniker war in der Nacht auf Mittwoch bei Arbeiten an einer neuen Beleuchtungsanlage aus rund zehn Metern Höhe in die Tiefe gestürzt. Nach Angaben der Behörden war seine Sicherungsleine nicht am Sicherheitsgurt befestigt. Rettungskräfte versuchten noch, ihn wiederzubeleben, jedoch ohne Erfolg.
Zuerst wurde nur der Bereich im zweiten Rang des Kolosseums geschlossen, in dem sich der Unfall ereignet hatte. Nachdem die Gewerkschaft protestierte, dass sie eine vollständige Schließung aus Respekt vor dem Verstorbenen forderten, wurde das gesamte Monument geschlossen.
Ermittlungen nach dem Unfall
Nach dem Unfall ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Fahrlässigkeit. Zusätzlich wurde eine Obduktion des 22-Jährigen angeordnet. Kulturminister Alessandro Giuli stoppte die Restaurierungsarbeiten am Kolosseum und ordnete nach der Forderung der Gewerkschaften die Schließung des archäologischen Geländes an.
Einer der beliebtesten Touristenattraktionen
Das rund 2.000 Jahre alte römische Wahrzeichen gehört zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Italien und gilt als das Symbol der Ewigen Stadt. Im antiken Rom fanden teils grausame und brutale Gladiatorenkämpfe statt. Das Kolosseum zieht jedes Jahr circa 15 Millionen Besucherinnen und Besucher an.
(APA/ME)