Gasexplosion in Leoben

Arbeiter (56) ist tot!

(12.05.2026) Nach der schweren Gasexplosion auf einem Firmenareal in Leoben in der Steiermark ist nun eines der Opfer seinen schweren Verletzungen erlegen. Ein 56-jähriger Arbeiter aus dem Bezirk Leoben starb im Landeskrankenhaus Graz, wie die Polizei am Dienstag bestätigte. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. Gleichzeitig laufen die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Steiermark zur genauen Ursache der Explosion weiter.

Explosion erschütterte Firmenareal in Leoben-Göss

Die Detonation hatte sich vergangenen Mittwoch gegen 17.15 Uhr auf einem Firmengelände im Leobener Stadtteil Göss ereignet. Laut Polizei kam es im Bereich von Bau- und Materialcontainern zu einer heftigen Explosion. Mehrere Arbeiter waren dort gerade mit Aufräumarbeiten beschäftigt und verstauten Maschinen sowie Baumaterialien.

Durch die enorme Druckwelle wurden insgesamt sechs Personen verletzt. Drei Arbeiter erlitten schwerste beziehungsweise lebensbedrohliche Verletzungen und mussten mit Rettungshubschraubern nach Graz und Wien geflogen werden. Drei weitere Personen wurden leicht verletzt.

Ermittler gehen von Gasleck aus

Nach ersten Ermittlungen dürfte eine undichte Gasflasche die Explosion ausgelöst haben. Laut ORF Steiermark kam es in einem Lagercontainer zu einem unkontrollierten Austritt von Flüssiggas. Ursache dürfte eine undichte Überwurfmutter an einem Gasdruckregler gewesen sein, während gleichzeitig das Flaschenventil geöffnet war.

Das ausströmende Gas-Luft-Gemisch dürfte schließlich durch eine externe Zündquelle explodiert sein. Sowohl ein technischer Defekt als auch vorsätzliche Fremdeinwirkung konnten laut Ermittlern bisher ausgeschlossen werden. Der aktuelle Stand der Ermittlungen deutet auf fahrlässiges Handeln hin.

Mehrere Arbeiter schwer verletzt

Besonders schwer getroffen wurden laut Polizei drei Männer:

  • ein 58-jähriger Arbeiter aus Wels
  • der nun verstorbene 56-Jährige aus dem Bezirk Leoben
  • ein weiterer 53-jähriger Arbeiter aus Leoben

Alle drei wurden nach der Erstversorgung mit den Rettungshubschraubern Christophorus 12, 15 und 17 in Spezialkliniken nach Graz und Wien geflogen und intensivmedizinisch betreut.

Ein weiterer 53-Jähriger aus Leoben sowie ein 33-jähriger Arbeiter aus dem Bezirk Murtal wurden leicht verletzt. Auch ein 47-jähriger Ersthelfer erlitt bei der Hilfeleistung Verletzungen an der Hand.

Großeinsatz von Feuerwehr und Rettung

Nach der Explosion standen zahlreiche Einsatzkräfte im Großeinsatz. Die Feuerwehren Leoben-Stadt und Göss rückten mit insgesamt 36 Kräften und sieben Fahrzeugen an. Zusätzlich waren mehrere Polizeistreifen, Brandermittler des Landeskriminalamtes sowie 16 Sanitäter des Roten Kreuzes vor Ort. Die Feuerwehr führte Gasmessungen durch und kontrollierte den betroffenen Container mit Wärmebildkameras, um weitere Gefahren auszuschließen. Mehrere Firmenfahrzeuge wurden durch herumfliegende Trümmer beschädigt.

Ermittlungen zur Explosion laufen weiter

Die genaue Rekonstruktion des Unglücks ist weiterhin Gegenstand kriminaltechnischer Untersuchungen. Experten des Landeskriminalamtes und Tatortbeamte analysieren derzeit die Abläufe unmittelbar vor der Explosion.

Mit dem Tod des 56-jährigen Arbeiters bekommt der schwere Arbeitsunfall nun zusätzlich eine strafrechtliche Dimension. Die Ermittlungen wegen möglicher fahrlässiger Tötung könnten dadurch ausgeweitet werden.

(fd/apa)

Iran-Krieg füllt Kassen

Wer sind die Profiteure?

Wintereinbruch in Österreich

Eisheilige bringen Schnee

Amoklauf in Graz

Täter handelte allein

Meinl-Reisiger für Erweiterung

Westbalkan in die EU holen

Letzte Generation: Prozessfinale

Mammutverfahren in Wien

Wiener Mafia-Mord: Verhaftung

7 Jahre nach Bluttat in Wien

Alkolenker rammt E-Biker: Tot

Männer kannten sich

US-Staat Texas klagt Netflix

Datensammelei und User-Sucht