Hass im Netz steigt

Ö unter EU-Schnitt

(15.09.2026) Ist Österreich stieg der Hass im Netz zwischen 2023 und 2025 um knapp 20 Prozent. 37 Prozent geben demnach an, in den letzten drei Monaten auf Hass im Netz gestoßen zu sein, stellt eine Studie der Statistik Austria fest.

Große Spannweite an Hass

Hassnachrichten werden aufgrund vieler verschiedener Merkmale empfunden. Die häufigsten sind:

  • politische oder gesellschaftliche Ansichten (32%)
  • Religion oder Weltanschauung (26%)
  • ethnische Zugehörigkeit (25%)
  • sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität (24%)
  • Geschlecht (20%)
  • körperliche oder psychische Beeinträchtigung (17%)

Meist junge Leute betroffen

Besonders junge Leute berichten in einem oder mehreren Bereichen schon einmal von Hassnachrichten im Netz betroffen gewesen zu sein. Gute Ausbildung und aktive Social-Media-Nutzung sind weitere Indikatoren für eine wahrscheinlichere Begegnung mit Hass im Netz.

Jeweils 51 Prozent der 16- bis 24-Jährigen sowie der 25- bis 34-Jährigen gaben an, entsprechenden Inhalten begegnet zu sein. Ein bisschen weniger als die Hälfte der Social-Media-Nutzenden, die 68 Prozent der Bevölkerung ausmachen, begegnen online Feindseligkeiten.

Unter dem EU-Schnitt

Obwohl über 37 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen angeben, in den letzten drei Monaten mit Hass im Netz konfrontiert gewesen zu sein, liegt Österreich immer noch unter dem EU-Schnitt von 40 Prozent. Spitzenreiter sind:

  • Irland (66%)
  • Ungarn/Finnland (56%)

Schlusslichter und damit am wenigsten mit Hass im Netz konfrontiert, waren Leute aus:

  • Griechenland (26%)
  • Lettland (28%)
  • Litauen/Bulgarien (30%)

Der Anstieg von Hass im Netz war in Österreich und der EU über die letzten Jahre zirka gleich stark. In Österreich wurden für die Studie 5550 Personen zwischen April und Juni 2025 befragt.

(apa/mm)

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