Onkel tötet 4 Kinder!
Neue Details nach Amoktat
(15.09.2026) Neue Ermittlungsdetails zeigen das volle Ausmaß des Familienmassakers von Billings im US-Bundesstaat Montana: Alle acht Opfer – darunter vier Kinder – starben durch einen oder mehrere Schüsse. Das bestätigte inzwischen die Gerichtsmedizin. Das anschließend niedergebrannte Haus war damit nicht die Todesursache. Auch beim mutmaßlichen Täter Alan Smith (44) wurde auch eine Schussverletzung festgestellt, sein Tod wurde jetzt offiziell als Suizid eingestuft.
Besonders erschütternd ist ein weiteres Detail: Während die Schüsse fielen, wurde aus dem Haus noch ein Notruf bei 911 abgesetzt. Sheriff Kent O'Donnell bestätigte, dass eine weibliche Person aus dem Haus angerufen hatte. Angehörige und der Vater des Mädchens erklärten später, dass es sich dabei um die zwölfjährige Charlotte Ghekiere gehandelt habe. Sie wurde wenig später selbst erschossen.
Vier Kinder unter den acht Todesopfern
Das Massaker ereignete sich am 23. August 2026 in einem Wohngebiet außerhalb von Billings, Montana. Die Familie hatte sich zu einem gemeinsamen Essen im Haus der Großeltern versammelt.
Getötet wurden Landon Ghekiere (15), Owen Ireland (13), Charlotte Ghekiere (12) und Chloe Ireland (7). Auch ihre Mutter beziehungsweise Stiefmutter Megan Ireland-Ghekiere (39) sowie Dana Smith (73), Barbara Smith (72) und Evelyn Smith (92) starben. Damit wurden innerhalb kürzester Zeit Angehörige aus vier Generationen einer Familie getötet.
Onkel soll seine eigene Familie erschossen haben
Als Täter identifizierten die Behörden den 44-jährigen Alan Michael Smith. Er war der Sohn von Dana und Barbara Smith, Bruder von Megan und Onkel der getöteten Kinder.
Smith hatte zuvor jahrelang bei seinen Eltern gewohnt. Nach Angaben eines Angehörigen hatten diese ihn nur wenige Wochen vor der Tat aufgefordert, auszuziehen. Ob dieser Konflikt tatsächlich der Auslöser für das Massaker war, ist jedoch bis heute nicht offiziell bestätigt. Die Ermittler haben weiterhin kein abschließendes Motiv genannt.
Täter kam am Abend zum Familienhaus
Nach Angaben des Sheriffs erschien Smith am 23. August gegen 17.49 Uhr in der Wohngegend. Kurz nach 18 Uhr ging der Notruf wegen eines aktiven Schützen ein.
Als die ersten Polizisten eintrafen, trafen sie auf Smith. Der 44-Jährige zog sich daraufhin wieder in Richtung Haus zurück. Die Beamten hörten weitere Schüsse, gleichzeitig entwickelte sich Rauch im Gebäude. Später wurde Smith mit einer selbst zugefügten Schussverletzung hinter dem Haus gefunden. Er starb anschließend im Krankenhaus.
Mehrere Feuer im Haus gelegt
Die Ermittler gehen davon aus, dass im Haus mehrere Brände absichtlich gelegt wurden. Das Gebäude stand schließlich vollständig in Flammen und wurde weitgehend zerstört.
Die Löscharbeiten gestalteten sich zusätzlich schwierig, weil das Wohngebiet außerhalb der Stadtgrenzen lag und dort keine Hydranten vorhanden waren. Die Feuerwehr musste Wasser mit Tankfahrzeugen heranschaffen. Wegen der zunächst noch andauernden Schüsse konnten Einsatzkräfte zudem nicht sofort uneingeschränkt vorgehen.
Charlotte wurde zur „Heldin“ der Familie
Besonders bewegt die Menschen in Billings der letzte bekannte Versuch der zwölfjährigen Charlotte, Hilfe zu holen. Eine enge Freundin der Familie bezeichnete das Mädchen später als „Heldin“, weil sie während des Angriffs 911 angerufen und versucht habe, ihre Familie zu retten.
Charlottes Vater Adam Ghekiere bestätigte gegenüber der Associated Press, dass ihm die Polizei gesagt habe, seine Tochter habe den Notruf abgesetzt. Er selbst war während des Massakers bei der Arbeit und raste nach Hause, nachdem er über Funk von einer Schießerei erfahren hatte. Als er eintraf, stand das Haus bereits in Flammen.
Polizei kannte den Täter zuvor nicht
Nach Angaben des Sheriffs hatte die Polizei vor der Tat keine einschlägigen Kontakte mit Alan Smith. Angehörige beschrieben ihn später als stark zurückgezogen. Ein Familienmitglied sprach von Warnzeichen und erklärte, Smith habe Schwierigkeiten gehabt, dauerhaft Arbeit zu finden.
Eine vorherige Gewalttat oder entsprechende strafrechtliche Verurteilung war den Behörden jedoch nicht bekannt. Deshalb bleibt die zentrale Frage weiter offen: Warum erschoss der 44-Jährige seine Eltern, seine Großmutter, seine Schwester und vier Kinder?
Hunderte nahmen Abschied von Mutter und Kindern
Anfang September kamen Hunderte Menschen in Billings zu einer öffentlichen Trauerfeier für Megan Ghekiere und die vier getöteten Kinder. Schon zuvor hatte eine Mahnwache zahlreiche Menschen zusammengebracht.
Auch Wochen nach dem Massaker bleiben damit entscheidende Fragen unbeantwortet. Fest steht inzwischen jedoch durch die gerichtsmedizinischen Untersuchungen: Alle acht Familienmitglieder wurden erschossen. Vier der Opfer waren Kinder – und die zwölfjährige Charlotte versuchte noch während der Tat, mit einem Notruf Hilfe zu holen.
(fd)