Haut aus dem 3D-Drucker

Durchbruch in der Forschung

(04.09.2020) Den Forscherinnen und Forschern der Med-Uni Innsbruck ist etwas Außergewöhnliches gelungen: Erstmalig konnte ein dreischichtiges, lebendes Hautmodell gedruckt werden, das spontan feinste Gefäßzellen ausbildet. In Zukunft sollen durch diese Technologie Tierversuche vermieden werden.

Seit eineinhalb Jahren arbeiten die Innsbrucker Forscherinnen und Forscher an diesem Projekt. Bisher war es ihnen aber nur gelungen, zweischichtige Hautmodelle zu entwickelt. Im Zuge eienr Kooperation mit einer Kremser Firma, die sich auf die Herstellung künstlicher Bandscheiben spezialisiert hat, kam jetzt endlich der Durchbruch.

Zunächst wird im Computer die Position einzelner Zelltypen und Blutgefäße vorgegeben. Dann werden bioaktive, mit lebenden Zellen versetzte Protein-Gele Schicht für Schicht gedruckt. Danach wächst und organisiert sich das Hautmodell von selbst. Nach etwa sechs bis acht Tagen bilden sich die Gefäßstrukturen aus. Das fertige Modell hat drei Schichten: „Es besteht aus Blutgefäßen, Bindegewebe und letztlich der Epidermis, die die Barriere zur Umwelt bildet. Diese Hornschicht ist essenziell für die Funktion und entsteht, weil das Gewebe der Luft ausgesetzt ist“, erläuterte Judith Hagenbuchner, die Leiterin des 3-D-Bioprinting-Labors.

Anfangs habe man sich im Rahmen der Kooperation vor allem auf Wundheilung konzentriert. Doch die Anwendungsgebiete sind zahlreich. "Da wir dieses Hautmodell standardisiert herstellen, wird es auch für eine Vielzahl weiterer Anwendungen, wie Medikamenten- und Kosmetika-Testung, Erforschung von Infektionen und Allergien und in der Krebsforschung eingesetzt werden können", meinte Außerlechner. So wäre es auch möglich Versuche an Tieren zu reduzieren.

(APA/ap)

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