Kind stirbt bei Unwetter
Drama nach Wetterkapriolen
(01.09.2026) Bei einem heftigen Unwetter ist im baden-württembergischen Klettgau ein Kind ums Leben gekommen. Eine erwachsene Person wurde schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen untersucht derzeit die genauen Umstände des Todesfalls. Alter und Geschlecht des Kindes sowie die konkrete Todesursache wurden bislang nicht bekannt gegeben.
Unglück in Klettgau
Das Unwetter zog am Freitagvormittag mit Starkregen, Hagel und orkanartigen Böen über die Region am Hochrhein. Bäume wurden entwurzelt, Äste brachen ab und Keller liefen voll. Laut „Südkurier“ ereignete sich der tödliche Vorfall in der Gemeinde Klettgau im Landkreis Waldshut. Noch ist unklar, wie genau das Kind ums Leben kam. Die Staatsanwaltschaft macht aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine weiteren Angaben. Auch ob das getötete Kind und die schwer verletzte erwachsene Person miteinander in Verbindung standen, ist nicht bekannt.
Die Unwetterlage traf gleichzeitig auch große Teile der benachbarten Schweiz. SRF Meteo registrierte am Freitag mehrere kräftige Gewitter, die vom Jura Richtung Nordosten zogen. Lokal fielen Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern. Insgesamt wurden im Tagesverlauf mehr als 50.000 Blitze gezählt.
Kindergartenkinder im Wald verletzt
Besonders dramatisch waren die Ereignisse im nur wenige Dutzend Kilometer entfernten Seuzach im Kanton Zürich. Dort wurde eine Kindergartengruppe während eines Waldmorgens vom Hagel überrascht. Laut „Blick“ wurden mindestens rund ein Dutzend Kinder mit Kopf- oder Augenverletzungen ins Spital gebracht. Unter ihnen war auch ein fünfjähriges Mädchen mit einer Kopfverletzung. Mehrere Lehrkräfte wurden ebenfalls verletzt.
Der Vater des fünfjährigen Mädchens kritisierte anschließend, dass der Waldtag trotz Unwetterwarnung stattgefunden habe. Die Gemeinde Seuzach erklärte, die Betreuung der betroffenen Kinder sei gewährleistet gewesen; für die Schulklassen war auch ein Care-Team im Einsatz.
Der Todesfall in Klettgau und die Verletzungen der Kindergartenkinder in Seuzach ereigneten sich damit am selben Vormittag während derselben großräumigen schweren Unwetterlage im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet. Ob beide Orte von exakt derselben einzelnen Gewitterzelle getroffen wurden, ist bislang nicht bestätigt. Meteorologisch belegt ist jedoch, dass mehrere äußerst kräftige Gewitter mit großem Hagel und Sturm von der Schweiz in Richtung Bodensee und Hochrhein zogen.
Ermittlungen laufen
Im Fall des getöteten Kindes bleibt nun vor allem die Frage offen, was genau zum Tod geführt hat. Die Staatsanwaltschaft untersucht die näheren Umstände. Weitere Angaben zum Opfer oder zum Ablauf des Unglücks gibt es derzeit nicht.
(fd)