Oma und Enkel (1) sind tot

Rettung vor ertrinken scheitert

(01.09.2026) Eine Familientragödie erschüttert Acton im US-Bundesstaat Massachusetts: Ein fast zweijähriger Bub ist im NARA Park ertrunken. Seine 75-jährige Großmutter sprang offenbar hinterher, um ihn zu retten. Drei Tage später starb auch sie im Krankenhaus.

Kind gerät ins tiefe Wasser

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Middlesex County war die Großmutter mit drei Enkelkindern im Park unterwegs. Die Kinder waren etwa ein, vier und sechs Jahre alt. Die Familie war nicht zum Schwimmen gekommen – weder die Großmutter noch die Kinder trugen Badebekleidung.

Gegen 13.30 Uhr geriet der jüngste Bub in einen Bereich des Teiches, der nicht zum Schwimmen vorgesehen ist. Dort ist das Ufer felsig und rutschig, das Wasser wird wenige Meter vom Rand entfernt bereits rund 3,5 bis 4,5 Meter tief. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Großmutter ins Wasser ging, um ihren Enkel zu retten.

Geschwister rufen um Hilfe

Die beiden älteren Kinder blieben am Ufer zurück und machten lautstark auf die Situation aufmerksam. Ein Passant reagierte auf ihre Hilferufe. Auch Rettungsschwimmer und Betreuer eines nahe gelegenen Feriencamps eilten herbei. Großmutter und Enkel wurden schließlich aus dem Wasser gezogen. Rettungsschwimmer begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Bub wäre wenige Tage später zwei geworden

Der Kleine wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Massachusetts General Hospital nach Boston gebracht. Dort starb er kurze Zeit später. Besonders tragisch: Nach Angaben von Bezirksstaatsanwältin Marian Ryan hätte der Bub nur wenige Tage später seinen zweiten Geburtstag gefeiert.

Seine 75-jährige Großmutter wurde zunächst in ein örtliches Krankenhaus und anschließend ebenfalls in eine Klinik nach Boston gebracht. Ihr Zustand galt als kritisch.

Am 31. August, drei Tage nach dem Unglück, bestätigte die Staatsanwaltschaft auch ihren Tod. Die Namen der beiden Opfer wurden bislang nicht veröffentlicht.

Spaziergang endet in Tragödie

Die Eltern hatten die Großmutter und die drei Kinder zuvor am Park abgesetzt. Nach bisherigem Ermittlungsstand wollten sie dort lediglich spazieren gehen und spielen.

Der Bereich, in dem das Kleinkind ins Wasser geriet, liegt abseits des offiziellen Badestrands. Der 40 Hektar große Nathaniel Allen Recreation Area Park verfügt zwar über einen bewachten Badestrand, Spielplätze und Wanderwege, Schwimmen ist aber nur in ausgewiesenen Bereichen erlaubt.

Ermittlungen laufen weiter

Die Staatsanwaltschaft untersucht weiterhin, wie genau der Bub ins Wasser gelangte. Dass die Großmutter tatsächlich bewusst hinterhersprang, um ihn zu retten, gilt nach Aussagen der Ermittler als wahrscheinlich, wurde bislang aber als vorläufige Annahme formuliert. Bezirksstaatsanwältin Ryan sprach von einem „unbeschreiblichen Verlust“ für die Familie und verwies auch auf die traumatische Situation der beiden Geschwister, die das Unglück mitansehen mussten.

(fd)

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