Mädchen (3) ertrunken!
Drama im Paradies
(25.09.2026) Ein Familienurlaub auf Lanzarote hat mit einer Tragödie geendet. Ein etwa dreijähriges Mädchen ist in einem Swimmingpool einer Ferienunterkunft in Tinajo ertrunken. Polizisten konnten das Kind zunächst wiederbeleben, doch wenig später starb die Kleine trotz aller Rettungsversuche. Die Guardia Civil hat Ermittlungen zu den genauen Umständen des Unglücks aufgenommen.
Familie erst seit zwei Tagen auf Lanzarote
Das Unglück ereignete sich am Mittwoch, 23. September, gegen 18 Uhr in einer Ferienunterkunft im Gebiet Caldereta zwischen Tinajo und Muñique. Das Mädchen hielt sich gemeinsam mit seinen Eltern auf der Kanareninsel auf. Nach Angaben örtlicher Behörden war die Familie erst seit zwei Tagen im Urlaub auf Lanzarote.
Spanische Medien berichten unter Berufung auf kommunale Quellen, dass die Familie asiatischer Herkunft ist. Das konkrete Herkunftsland oder die genaue Staatsangehörigkeit des Kindes wurde bislang jedoch nicht öffentlich genannt. Ein englischsprachiges Lokalmedium weist ausdrücklich darauf hin, dass keine weiteren offiziellen Angaben zur Nationalität veröffentlicht wurden.
Mädchen konnte offenbar nicht schwimmen
Nach Informationen aus Tinajo konnte das etwa dreijährige Mädchen nicht schwimmen. Wie genau es in den Pool der Ferienunterkunft gelangte beziehungsweise wie lange es sich im Wasser befand, ist bislang nicht bekannt. Die Guardia Civil untersucht den Ablauf.
Als der Notruf einging, rückten unter anderem Beamte der Policía Local de Tinajo und der kanarische Rettungsdienst SUC aus. Zwei örtliche Polizisten gehörten zu den ersten Einsatzkräften vor Ort. Das Kind befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Die Beamten begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen.
Retter brachten das Kind kurzzeitig zurück
Nach dem Eintreffen einer medizinisch ausgestatteten Ambulanz übernahmen Sanitäter die Reanimation. Tatsächlich gelang es ihnen, die Vitalfunktionen des Mädchens vorübergehend wiederherzustellen. Anschließend wurde das Kind unter laufender medizinischer Betreuung in Richtung Krankenhaus gebracht.
Doch die Rettungsmaßnahmen blieben letztlich erfolglos. Nach Angaben von EFE starb die Dreijährige während des Transports ins Krankenhaus.
Guardia Civil untersucht tödlichen Pool-Unfall
Warum das Kind unbeobachtet in den Pool gelangen konnte und ob bei der Ferienunterkunft alle vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen vorhanden waren, ist derzeit nicht öffentlich geklärt. Die Guardia Civil hat eine Untersuchung eingeleitet, um den genauen Unfallhergang festzustellen. Bislang gibt es keine belastbaren Hinweise darauf, dass es sich um ein Delikt handelt.
Der Fall ist zudem nicht der erste tödliche Badeunfall eines Kindes auf Lanzarote in diesem Jahr. Lokale Medien sprechen bereits vom vierten tödlichen Pool-Unglück mit einem Kind auf der Insel im Jahr 2026. Bei früheren Fällen kamen unter anderem ein vierjähriges britisches und ein vierjähriges französisches Mädchen ums Leben.
Für die nun verstorbene Dreijährige ist bislang lediglich bestätigt, dass sie mit ihrer Familie aus dem Ausland angereist war und die Familie asiatischer Herkunft sein soll. Ein konkretes Land wurde von Polizei, Gemeinde oder den von EFE zitierten Behörden bislang nicht genannt.
(fd)