Orf-Chefin Ingrid Thurnher

Mit 31 von 35 Stimmen gewählt

(23.04.2026) Der ORF hat eine neue Führung: Ingrid Thurnher wurde am Donnerstag mit deutlicher Mehrheit zur Generaldirektorin gewählt. Die 63-Jährige erhielt 31 von 35 Stimmen im ORF-Stiftungsrat und übernimmt das Amt bis Ende 2026.

Deutlicher Sieg – einzige Kandidatin im Hearing

Die Wahl galt bereits im Vorfeld als Formsache. Thurnher war die einzige Bewerberin, die überhaupt zu einem Hearing eingeladen wurde, und führte den ORF nach dem Rücktritt von Roland Weißmann bereits interimistisch.

Mit dem klaren Ergebnis ist sie nun offiziell für die kommenden Monate an der Spitze des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Thurnher: „Nicht alles wird allen gefallen“

Nach der Wahl machte die neue ORF-Chefin klar, wohin die Reise gehen soll. Ihr Ziel: Vertrauen zurückgewinnen und den ORF neu ausrichten. Dabei setzt sie auf den Leitsatz „Transparenz mit Konsequenz“. Gleichzeitig stellte sie sich auf Widerstand ein: Schnelle Entscheidungen würden auch Gegenwind bringen – und nicht jede Maßnahme werde auf Zustimmung stoßen.

40 Jahre ORF: Vom Radio bis zur Generaldirektorin

Thurnher ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten im ORF. In ihrer rund 40-jährigen Karriere durchlief sie nahezu alle wichtigen Stationen: Von der Innenpolitik im Radio über Moderationen in „ZiB“ und „ZiB2“ bis hin zu Führungspositionen wie Chefredakteurin bei ORF III und zuletzt Radiodirektorin. Mit ihrer Wahl übernimmt eine erfahrene Insiderin das Steuer in einer turbulenten Phase.

Nächste ORF-Wahl schon im Juni

Parallel zur aktuellen Entscheidung wurde auch die nächste Wahl vorgezogen.

Die Wahl für die reguläre fünfjährige Periode ab 2027 findet nun bereits am 11. Juni 2026 statt – also rund zwei Monate früher als ursprünglich geplant.

Ob Thurnher auch für diese langfristige Funktion kandidieren wird, ließ sie offen.

Turbulenzen im ORF: Compliance-Bericht sorgt für Druck

Die Wahl findet vor dem Hintergrund interner Spannungen statt. Thema im Stiftungsrat war unter anderem ein Compliance-Bericht rund um Ex-Generaldirektor Roland Weißmann.

Dieser kam zum Schluss, dass keine sexuelle Belästigung nachgewiesen werden konnte. Dennoch wurde Weißmann gekündigt – mit der Begründung, dass bereits der Anschein unangemessenen Verhaltens für Führungskräfte problematisch sei.

Forderung nach mehr Transparenz im ORF

Mehrere Stiftungsräte forderten in der Sitzung Einsicht in verschiedene interne Untersuchungsberichte – darunter auch frühere Fälle rund um Führungskräfte und mögliche Missstände. Thurnher sagte zu, die Berichte zugänglich zu machen, betonte aber gleichzeitig den Schutz sensibler Inhalte und die Wahrung der Vertraulichkeit.

Kritik und politische Spannungen bleiben Thema

Nicht alle Stiftungsräte stimmten für Thurnher. Vertreter aus dem FPÖ-nahen Umfeld sowie ein weiterer Rat verweigerten ihre Zustimmung. Zudem stehen weiterhin Vorwürfe rund um politischen Einfluss und interne Machtstrukturen im Raum. Auch einzelne Mitglieder des Stiftungsrats geraten zunehmend unter Druck.

Fazit: Klare Wahl – schwierige Aufgaben

Mit Ingrid Thurnher übernimmt eine erfahrene ORF-Managerin in einer herausfordernden Phase.

Die Erwartungen sind hoch:

  • mehr Transparenz
  • Aufarbeitung interner Konflikte
  • Wiederherstellung von Vertrauen

Die kommenden Monate dürften entscheidend dafür sein, wie sich der ORF künftig positioniert.

(fd/apa)

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