Zahnbürste und Vibrator?

Der Kronehit Faktencheck

(23.04.2026) Eine elektrische Zahnbürste, die gleichzeitig als Sextoy genutzt werden kann – was zunächst wie ein viraler Aprilscherz klingt, ist tatsächlich Realität. Hinter dem ungewöhnlichen Produkt steckt eine Kooperation zwischen dem Zahnpflege-Unternehmen Happy Brush und dem Erotik-Onlinehändler AMORELIE. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich hinter der Schlagzeile?

Faktencheck: Gibt es wirklich ein „2-in-1“-Gerät?

Die kurze Antwort: Ja – aber anders, als viele denken.

Das Produkt besteht aus einem elektrischen Grundgerät mit zwei austauschbaren Aufsätzen:

  • ein klassischer Bürstenkopf für die Zahnpflege
  • ein separater Silikonaufsatz für den Intimbereich

Wichtig ist dabei: Beide Funktionen werden nicht gleichzeitig genutzt, sondern sind klar voneinander getrennt. Das Thema Hygiene bleibt also berücksichtigt.

Vom Aprilscherz zum echten Produkt

Besonders spannend: Die Idee war ursprünglich als Aprilscherz gedacht. Aufgrund der großen Aufmerksamkeit und Nachfrage wurde daraus jedoch eine reale Kooperation. Seit dem 20. April 2026 ist das Produkt in limitierter Auflage erhältlich. Der Preis liegt bei rund 49,99 Euro.

Hintergrund: Warum überhaupt so ein Produkt?

Die Kooperation hat einen konkreten Ausgangspunkt. Laut dem sogenannten „Sxreport“ von AMORELIE haben bereits rund sechs Prozent der Menschen angegeben, eine elektrische Zahnbürste zweckentfremdet zu haben. Die Marken greifen dieses Verhalten auf – allerdings bewusst mit Humor und einem offenen Umgang mit dem Thema Selfcare. Auch Happy Brush betont, dass es dabei um Enttabuisierung und einen modernen Zugang zu Körperpflege geht.

Marketing oder ernst gemeintes Produkt?

Klar ist: Das Projekt ist stark von Marketing geprägt. Die Kombination aus Zahnpflege und Erotik sorgt gezielt für Aufmerksamkeit und virale Reichweite. Gleichzeitig handelt es sich aber nicht nur um einen Gag. Das Produkt ist real erhältlich und technisch funktional umgesetzt. Die Vibrationstechnologie basiert auf einer klassischen elektrischen Zahnbürste mit hoher Frequenz.

Praktischer Nebeneffekt: Diskret auf Reisen

Ein oft genannter Vorteil ist die Diskretion – etwa auf Reisen mit Handgepäck. Äußerlich bleibt das Gerät eine Zahnbürste. Der alternative Aufsatz ist für Außenstehende kaum zuzuordnen.

Das macht das Produkt für manche Nutzer auch aus praktischen Gründen interessant.

Kein Fake, aber mit Augenzwinkern

Die Schlagzeile klingt zunächst absurd, hält einem Faktencheck aber stand:
Das Kombi-Gerät existiert tatsächlich und ist käuflich erhältlich.

Allerdings sollte man es richtig einordnen:

  • kein klassisches „2-in-1 gleichzeitig“-Produkt
  • klare Trennung der Funktionen
  • starke Marketing- und PR-Komponente

Unterm Strich ist es eine ungewöhnliche, aber reale Kooperation, die zeigt, wie moderne Marken mit Tabuthemen umgehen – provokant, humorvoll und gezielt auf Aufmerksamkeit ausgelegt.

(fd)

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