Psyche: Krankheiten nehmen zu
1,2 Milliarden betroffen
(30.05.2026) 1,2 Milliarden Menschen weltweit sind von einer psychischen Erkrankung betroffen. Diese Zahl hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt, das berichtet das Medizinfachblatt "The Lancet". Grundsätzlich zeichnet sich ein drastischer Anstieg aller analysierten Störungen seit 1990 ab, aber vor allem Angststörungen und depressive Störungen werden deutlich mehr.
Anstiege kann man auch bei Krankheiten wie etwa Dysthymie, Anorexia Nervosa, Bulimie und Schizophrenie beobachten.
Frauen und Jugendliche am stärksten betroffen
Die Studie zeigt ebenfalls, dass Frauen deutlich stärker betroffen sind als Männer sowie Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren. Beunruhigend ist auch, dass Österreich im europäischen Durchschnitt ziemlich weit vorne liegt.
Österreichische Regierung reagiert
Mit Jänner 2026 ist eine Reglung in Kraft getreten, die kostenfreie Kassenplätze für klinisch-psychologische Behandlung ermöglich. Eine lang herbei gesehnte Änderung. Die Bilanz zeigt sehr hohe Nachfrage und offenbart die Notwendigkeit, das Angebot in Österreich weiter auszubauen.
Hilfe
Folgende Stellen unterstützen bei psychischen oder suizidalen Krisen:
- Telefonseelsorge Österreich: 142
- Rat auf Draht: 147
- Kindernotruf: 0800 567 567
- Kummernummer: 116 123
(APA/SR)