SBG: Patientin (14) missbraucht
Pfleger kriegt 10 Monate bedingt
(20.04.2026) Ein aufsehenerregender Fall sorgt aktuell für Entsetzen: Ein 40-jähriger Krankenpfleger ist am Landesgericht Salzburg verurteilt worden, nachdem er eine 14-jährige Patientin sexuell missbraucht haben soll.
Bedingte Haft und Geldstrafe
Der Mann erhielt zehn Monate bedingte Haft sowie eine unbedingte Geldstrafe von 1.200 Euro. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Laut Anklage soll der Pfleger das Mädchen im November und Dezember mehrfach unsittlich berührt haben. Zusätzlich schickte er ihr Fotos seines Penis und forderte sie über Snapchat auf, ihm Nacktbilder zu schicken.
Opfer in besonders vulnerabler Situation
Besonders brisant: Die 14-Jährige befand sich nach einem Suizidversuch mit schweren psychischen Problemen in Behandlung. Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte genau diese Situation ausgenutzt haben. Der Pfleger hatte damit Zugang zu einer Patientin, die sich in einer extremen Ausnahmesituation befand.
Geständnis vor Gericht
Vor Gericht zeigte sich der Mann geständig und erklärte, er bereue die Tat.
Er gab an, eigentlich gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen zu können, habe sich jedoch zu diesem Verhalten „verleiten lassen“. Der 40-Jährige ist selbst Vater und hat seinen Job inzwischen verloren.
Missbrauch im Gesundheitsbereich
Fälle wie dieser sorgen immer wieder für Diskussionen über:
- Machtmissbrauch im Gesundheitswesen
- Schutz besonders schutzbedürftiger Patienten
- strengere Kontrollen und Prävention
Der Fall zeigt, wie gravierend Vertrauensmissbrauch im Gesundheitsbereich sein kann – vor allem dann, wenn es um minderjährige und psychisch belastete Patienten geht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Hol dir doch Hilfe!
Auf kronehit berichten wir nur in Ausnahmefällen über Suizide. Solltest du in einer Krise stecken und Selbstmordgedanken haben, erhältst du Hilfe – etwa bei der Psychiatrischen Soforthilfe unter 01/313 30 oder bei der österreichweiten Telefonseelsorge unter 142. Beide Telefonnummern sind rund um die Uhr erreichbar.
(fd/apa)