Stocker sagt Sorry
Wegen Kinderbetreuungs-Sager
(07.08.2026) Bundeskanzler Christian Stocker hat sich für seine Aussage, dass Kinderbetreuung keine Arbeit ist, jetzt öffentlich entschuldigt. "Ein Satz von mir sorgt gerade für Diskussionen. Zu Recht, denn er ist falsch", meinte der ÖVP-Obmann in einer Aussendung. Davor hatten sich nicht nur FPÖ und Grüne in zahlreichen Aussendungen empört gezeigt sondern auch der Koalitionspartner SPÖ.
Stocker hat gestern bei einem Auftritt in Salzburg von einer Zuseherin darauf angesprochen, was er für Mütter zu tun gedenke, gemeint: "Kinderbetreuung ist für mich keine unbezahlte Arbeit." Er habe seine Kinder nicht als Rechenspiel erzogen, "was kriege ich dafür".
"In aller Deutlichkeit Entschuldigung"
"Bei all jenen, die sich durch meine Aussage verletzt, beleidigt oder nicht wertgeschätzt fühlen, entschuldige ich mich in aller Deutlichkeit", schreibt Stocker nun zu Mittag. "Kinderbetreuung ist Arbeit. Gerade Frauen, die in den allermeisten Familien immer noch den Großteil der Kindererziehung übernehmen, leisten damit Großartiges", heißt es weiter in seiner Aussendung.
Stocker betont weiter, dass Mütter, Väter, Großeltern alle Großartiges leisten würden bei der Betreuung und Erziehung unserer Kinder und einen unermesslichen Beitrag für unsere Gesellschaft und die Zukunft unseres Landes. "Dafür verdienen sie unseren Dank, unsere Hochachtung und unsere Unterstützung", so der Kanzler.
(FJ/APA)