Totes Baby in Wäscherei
Aus Klinik verschwunden
(20.07.2026) Der Fall sorgt weiter für Entsetzen: Ein totes Frühgeborenes verschwand aus dem Klinikum Böblingen und wurde erst Stunden später in einer Wäscherei im Raum Karlsruhe wiedergefunden. Während die Polizei derzeit von einem tragischen Versehen ausgeht, laufen die Ermittlungen weiter. Inzwischen liegt auch das Ergebnis der DNA-Untersuchung vor. Das Frühchen war mit einem Geburtsgewicht von weniger als einem Kilogramm im Klinikum Böblingen zur Welt gekommen und trotz intensiver medizinischer Versorgung verstorben. Nachdem die Eltern bereits Abschied von ihrem Kind genommen hatten, sollte ein Bestatter den Leichnam aus dem Kühlraum des Krankenhauses abholen. Doch das tote Baby war plötzlich verschwunden. Erst nach einer groß angelegten Suchaktion entdeckten Ermittler die sterblichen Überreste in einer Wäscherei im Raum Karlsruhe.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand vermuten die Behörden, dass der Leichnam versehentlich gemeinsam mit Bettlaken aus der Klinik in die Wäscherei transportiert wurde. Demnach könnten Mitarbeiter den kleinen Körper in den zusammengelegten Laken übersehen haben. Trotzdem wird weiterhin in alle Richtungen ermittelt.
Die Kriminalpolizei untersucht unter anderem,
- wer zuletzt Zugang zum Kühlraum hatte,
- wann die Krankenhauswäsche abgeholt wurde,
- wer den Transport durchgeführt hat,
- und wie es überhaupt zu der folgenschweren Verwechslung kommen konnte.
Nach Angaben der Ermittler richten sich die Untersuchungen derzeit gegen keine konkrete Person.
DNA-Test bestätigt Identität des Frühchens
Inzwischen liegt das Ergebnis der DNA-Analyse vor. Wie deutsche Medien unter Berufung auf die Ermittlungsbehörden berichten, wurde zweifelsfrei bestätigt, dass es sich bei den in der Wäscherei gefundenen sterblichen Überresten um das verschwundene Frühgeborene handelt. Der Leichnam wurde inzwischen zur Bestattung freigegeben.
Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe
Die Staatsanwaltschaft und die Polizei ermitteln wegen des Verdachts der Störung der Totenruhe. Auch die Eltern haben Anzeige erstattet.
Der Klinikverbund Südwest zeigte sich tief betroffen und entschuldigte sich öffentlich. Man werde den Vorfall vollständig aufarbeiten, sämtliche Abläufe überprüfen und den Umgang mit verstorbenen Kindern intern neu bewerten. Die Klinik kündigte zudem an, die Familie weiterhin zu unterstützen.
Vater spricht von Trauer und Wut
Besonders belastend ist der Vorfall für die Eltern des verstorbenen Kindes. Der Vater erklärte gegenüber deutschen Medien, die Familie sei "unfassbar traurig und wütend". Eigentlich habe die Beerdigung bereits stattfinden sollen. Stattdessen mussten die Angehörigen zunächst tagelang darauf warten, dass der Leichnam ihres Kindes gefunden und eindeutig identifiziert wird.
(fd)