Trump schickt Bomber

Erster Angriff mit B-1B Lancer

(23.07.2026) Die USA verschärfen ihre Militärschläge gegen den Iran deutlich. Erstmals seit dem Wiederaufflammen des Konflikts kam einer der schlagkräftigsten Bomber der US-Luftwaffe zum Einsatz: Ein B-1B Lancer griff nach US-Angaben Ziele der iranischen Revolutionsgarden an. Der Einsatz gilt als klares Signal, dass Washington den militärischen Druck auf Teheran weiter erhöht.

Langstreckenbomber griff Ziele der Revolutionsgarden an

Nach Informationen mehrerer US-Medien attackierte der B-1B Lancer militärische Einrichtungen der iranischen Revolutionsgarden (IRGC). Im Visier standen demnach Kommandozentralen, Drohnen-Infrastruktur sowie logistische Einrichtungen, die für Angriffe auf die internationale Schifffahrt in der Straße von Hormus genutzt werden sollen.

Der Bomber startete laut US-Regierungsvertretern von der britischen Luftwaffenbasis RAF Fairford. Flugbewegungen des Flugzeugs wurden zuvor von Online-Flugtrackern registriert. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) bestätigte die Angriffe zwar, nannte den Einsatz des B-1B jedoch nicht ausdrücklich.

B-1B Lancer zählt zu den schlagkräftigsten Bombern der Welt

Der B-1B Lancer gehört zu den leistungsfähigsten konventionellen Bombern der US Air Force. Das überschallschnelle Langstreckenflugzeug kann bis zu 34 Tonnen Waffen transportieren – darunter Präzisionsbomben und Marschflugkörper – und gilt als eines der wichtigsten Instrumente für groß angelegte Luftangriffe auf militärische Infrastruktur. Seine enorme Reichweite ermöglicht Einsätze weit entfernt von US-Stützpunkten.

Deutliche Ausweitung der US-Militärkampagne

Militärexperten werten den Einsatz des Bombers als neue Eskalationsstufe. Bereits zwischen Februar und April kamen B-1B-Bomber im Rahmen der US-Operation „Epic Fury“ gegen Raketenstellungen, Waffenlager und Luftverteidigungssysteme im Iran zum Einsatz. Nach einer längeren Pause kehrt der Bomber nun erneut in den aktuellen Konflikt zurück.

Mit dem jüngsten Angriff demonstrieren die USA ihre Fähigkeit, auch ohne einen massiven Ausbau regionaler Stützpunkte tief im iranischen Staatsgebiet militärische Ziele anzugreifen.

Trump droht dem Iran mit weiteren Angriffen

US-Präsident Donald Trump verschärfte zuletzt auch den politischen Ton. Er kündigte weitere Militärschläge an, sollte der Iran seine Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus oder auf US-Stützpunkte in der Region fortsetzen. Nach Angaben amerikanischer Regierungsvertreter setzt Teheran seine Attacken trotz der jüngsten Luftschläge bislang fort.

Der Iran wiederum drohte damit, im Falle weiterer Angriffe Infrastruktur in mit den USA verbündeten Golfstaaten ins Visier zu nehmen. Die Sorge vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts wächst damit deutlich.

Straße von Hormus bleibt im Mittelpunkt

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht weiterhin die strategisch wichtige Straße von Hormus, über die rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls transportiert wird. Die USA wollen nach eigenen Angaben verhindern, dass der Iran die wichtige Schifffahrtsroute blockiert oder Handelsschiffe angreift. Eine weitere Eskalation könnte erhebliche Folgen für die weltweite Energieversorgung und die Ölpreise haben.

Diplomatische Bemühungen laufen weiter

Parallel zu den militärischen Operationen laufen weiterhin Vermittlungsversuche. Katar und Oman bemühen sich nach Angaben aus Washington darum, Gespräche zwischen den USA und dem Iran zu ermöglichen. Ziel ist eine Wiederöffnung der Straße von Hormus und ein Ende der Kämpfe. Ob die diplomatischen Bemühungen Erfolg haben, ist derzeit jedoch völlig offen.

(fd/apa)

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