Unwetter in Österreich!
mehrere Bundesländer betroffen
(30.06.2026) Nach extremen Temperaturen und Hitzerekorden im ganzen Land zogen nun heftige Gewitter auf. Viele Bundesländer sind betroffen.
Tirol
Heftige Unwetter und starke Regenfälle haben in großen Teilen Tirols am Montagabend zu Murenabgängen geführt. Besonders schlimm ging es zwischen Flirsch und Pettneu am Arlberg im Bezirk Landeck zu, dort ging eine große Mure auf eine Gemeindestraße ab und erfasste einen Bus. Der Busfahrer wurde verletzt, die drei Fahrgäste blieben unversehrt. "Es war nicht ganz ohne." Die Mure überschwemmte die Stanzertalstraße (L68) über eine Länge von fast 100 Metern. Das Geröll und der Schlamm türmte sich auf der Gemeindestraße zu fast 80 Zentimetern. Weitere Murenabgänge gab es im Stanzertal auf die Tiroler Straße (B171) und auf die Pitztalstraße (L16) in St. Leonhard im Pitztal (Bezirk Imst).
Salzburg
Ein Blitz schlug in Mühlbach am Hochkönig (Pongau) in einen Hochsitz ein und löste dabei einen Waldbrand aus. Aufgrund des schwer zugängliche Brandorts, wurde zur Unterstützung ein Polizeihubschrauber angefordert um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. "Nur durch die perfekte Zusammenarbeit zwischen den Organisationen konnten noch rechtzeitig neun Löschflüge und - nachdem diese Wirkung gezeigt hatten - zwei Transportflüge - durchgeführt werden", berichtete die Feuerwehr. Das Unwetter führte auch zu Murenabgängen, überfluteten Straßen, überschwemmten Kellern, verlegten Straßen und diversen Wasserschäden in Salzburg. 203 Feuerwehrleute von zwölf Feuerwehren rückten zu 22 Einsatzstellen aus, wie ein Sprecher der Landeswarnzentrale erklärt.
Oberösterreich
In Oberösterreich musste die Feuerwehr zu mehr als 200 Einsätzen ausrücken. Besonders stark betroffen war der Bezirk Vöcklabruck. Neben zahlreichen überfluteten Kellern und umgestürzten Bäumen sorgte dort auch ein Dachstuhlbrand im Stadtgebiet für einen Großeinsatz. Ursache war ein Blitzeinschlag in ein Einfamilienhaus. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.
In Vöcklabruck fielen innerhalb kurzer Zeit rund 70 Liter Regen pro Quadratmeter. Zum Vergleich: In Linz wurden während der Unwetternacht knapp 40 Liter pro Quadratmeter gemessen. Zusätzlich fegten Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h über den Bezirk.
(APA/SR)