WM: Ärger vor dem Anpfiff
Tickets, Visa, Proteste
(10.06.2026) Bereits vor Start der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko sorgen nicht Tore und Titelträume für Schlagzeilen, sondern zahlreiche Probleme abseits des Rasens.
Visa-Chaos vor Turnierstart
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Besonders die Einreisebestimmungen der USA stehen kurz vor Beginn des Turniers in der Kritik.
Für internationale Schlagzeilen sorgt der Fall des somalischen Schiedsrichters Omar Abdulkadir Artan. Der von der FIFA nominierte Referee darf bei seiner Ankunft in Miami nicht in die USA einreisen. Die Behörden begründen die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken. Damit verpasst der Schiedsrichter aus Somalia die gesamte Weltmeisterschaft noch bevor sie überhaupt beginnt.
Auch die iranische Nationalmannschaft kämpft mit Problemen. Mehrere Funktionäre des Verbands erhalten keine US-Visa. Medienberichten zufolge sind unter anderem Vertreter der Verbandsführung betroffen.
Die Schwierigkeiten stehen vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen dem Iran und den USA. Während Spieler und Trainer die notwendigen Dokumente erhalten, werden mehrere Offizielle vorerst nicht zugelassen.
Zusätzlich verlegt der Iran sein Teamquartier kurzfristig nach Mexiko. Die Mannschaft darf laut Angaben des iranischen Botschafters nur an Spieltagen für ihre Partien in die USA einreisen.
Probleme für iranische Fans
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Für viele iranische Anhänger gibt es kurz vor dem Turnier die nächste schlechte Nachricht.
Dem iranischen Fußballverband wird laut eigenen Angaben das Ticketkontingent entzogen. Zahlreiche Fans haben ihre Reisen bereits geplant, könnten ihre Mannschaft nun aber möglicherweise nicht im Stadion unterstützen.
Der Weltverband FIFA sichert dem Verband zwar Unterstützung zu, konkrete Lösungen liegen bisher allerdings nicht auf dem Tisch.
Proteste im Gastgeberland
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Auch in Mexiko, einem der drei Gastgeberländer, wächst die Unruhe. Lehrer demonstrieren dort seit Tagen für höhere Löhne. Die Proteste eskalieren mittlerweile. Demonstranten stürmen das Bildungsministerium, beschädigen Gebäude und schlagen Fensterscheiben ein.
Bereits zuvor werden riesige WM-Figuren im Zentrum von Mexiko-Stadt umgeworfen, ihrer Trikots beraubt und teilweise in Brand gesetzt.
Bei weiteren Demonstrationen setzt die Polizei Tränengas gegen Protestierende ein. Die Einsatzkräfte versuchen damit zu verhindern, dass Demonstranten Bereiche erreichen, die für WM-Veranstaltungen und Fan-Feste vorgesehen sind.
Besonders heikel: Das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft findet ausgerechnet in Mexiko-Stadt statt. Die Regierung rechnet während des Turniers mit Millionen Besuchern.
Ticket-Ärger beschäftigt die FIFA
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Neben den politischen und gesellschaftlichen Spannungen sorgt auch die Ticketvergabe für Diskussionen.
Mehrere US-Bundesstaaten prüfen aktuell Beschwerden von Fans. Dabei geht es um hohe Preise und mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Eintrittskarten.
Kritiker werfen der FIFA vor, dass Fans teilweise andere Plätze erhalten haben, als die die sie ursprünglich gekauft haben. Zusätzlich stehen die hohen Ticketpreise bereits seit Monaten in der Kritik.
FIFA - Ehrung für Trump
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Bei der Gruppenauslosung in Washington zeichnet der Weltverband US-Präsident Donald Trump mit dem neuen FIFA-Friedenspreis aus. Die Auszeichnung soll seine Bemühungen um Frieden und internationale Vermittlung würdigen.
Die Ehrung sorgt allerdings für Kritik. Beobachter werfen FIFA-Präsident Gianni Infantino vor, dem US-Präsidenten eine zu große Bühne zu bieten und Politik und Fußball zu stark zu vermischen.
Auch der Ablauf der Veranstaltung stößt auf Unmut. Viele Fans müssen lange auf die eigentliche Gruppenauslosung warten, während Trump im Mittelpunkt der Show steht.
Damit sorgt nicht nur das Turnier selbst, sondern auch die Rolle der FIFA kurz vor dem WM-Start für Diskussionen.
(APA/MM)