500 Ebola Tote im Kongo

Keine Impfung möglich

(06.07.2026) Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo verschärft sich weiter. Nach aktuellen Angaben der Behörden sind bereits mehr als 500 Menschen an den Folgen der gefährlichen Viruskrankheit gestorben. Auch im Nachbarland Uganda wurden inzwischen Infektionen registriert. Gesundheitsbehörden warnen vor einer weiteren Ausbreitung.

Mehr als 1.500 bestätigte Ebola-Fälle

Wie das Informationsministerium der Demokratischen Republik Kongo mitteilte, wurden bislang 1.561 Ebola-Infektionen bestätigt. Davon endeten 506 tödlich. Derzeit werden 628 Erkrankte in Krankenhäusern und Isolationszentren behandelt. 253 Menschen konnten die Krankheit bereits überstehen und gelten als genesen.

Sorge wegen Flucht aus Isolierzentren

Besonders besorgt zeigt sich die Gesundheitsorganisation Africa CDC über Berichte, wonach mehrere positiv getestete Patienten aus Isolationszentren geflohen sein sollen. Dadurch könnte sich das Virus weiter verbreiten und die Eindämmung des Ausbruchs erschweren.

Auch Uganda betroffen

Der Ausbruch beschränkt sich inzwischen nicht mehr nur auf die Demokratische Republik Kongo. Im benachbarten Uganda wurden seit Bekanntwerden des Ausbruchs im Mai bereits 19 Ebola-Fälle registriert. Zwei infizierte Menschen starben. Nach Angaben der Behörden stehen die Erkrankungen in direktem Zusammenhang mit dem Ausbruch im Nordosten des Kongo.

Keine Impfung gegen diesen Ebola-Typ

Ebola zählt zu den gefährlichsten Viruskrankheiten weltweit. Das Virus wird durch direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten übertragen und kann zu schweren inneren Blutungen sowie Organversagen führen.

Die Eindämmung des aktuellen Ausbruchs gestaltet sich besonders schwierig, weil der Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder durch einen zugelassenen Impfstoff noch durch eine spezielle Therapie bekämpft werden kann.

Hoffnung durch neue Medikamententests

Für etwas Hoffnung sorgen jedoch laufende Forschungsarbeiten. Seit der vergangenen Woche werden zwei antivirale Therapieansätze in klinischen Studien getestet. Die Untersuchungen sollen zeigen, ob sich die neuen Behandlungen gegen den Bundibugyo-Erreger als wirksam erweisen und künftig bei der Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs eingesetzt werden können.

(fd/apa)

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