Anschlag in Damaskus
Mehrere Todesopfer
(02.07.2026) Ein Bombenanschlag hat die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. In einem gut besuchten Café nahe dem Justizpalast explodierte am Donnerstag ein Sprengsatz. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, 16 weitere wurden verletzt. Die Sicherheitsbehörden haben die Ermittlungen aufgenommen. Zunächst bekannte sich keine Gruppierung zu der Tat.
Sprengsatz in belebtem Café gezündet
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur SANA war der Sprengsatz in dem Café platziert worden. Die Explosion ereignete sich in einem stark frequentierten Bereich im Zentrum von Damaskus in unmittelbarer Nähe des Justizpalasts. Rettungskräfte versorgten Verletzte vor Ort, Sicherheitskräfte sperrten das Gebiet weiträumig ab.
Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die Behörden untersuchen nun, wer hinter der Explosion steckt und wie der Sprengsatz unbemerkt in das Lokal gebracht werden konnte.
Sicherheitslage bleibt angespannt
Der Anschlag zeigt, dass die Sicherheitslage in Syrien trotz des Endes des Bürgerkriegs weiterhin fragil ist. Seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Bashar al-Assad Ende 2024 und der Machtübernahme durch Präsident Ahmed al-Sharaa kommt es immer wieder zu einzelnen Anschlägen in der Hauptstadt. Die neuen Machthaber gehen nach eigenen Angaben verstärkt gegen extremistische Gruppen vor, um weitere Angriffe zu verhindern.
+++Triggerwarnung+++Todesopfer+++
Bereits im Mai tödlicher Anschlag
Erst am 19. Mai war Damaskus Ziel eines schweren Anschlags. Damals explodierte eine Autobombe in der Nähe des Verteidigungsministeriums. Ein syrischer Soldat kam ums Leben, mehr als 20 Menschen wurden verletzt. Auch zu dieser Tat bekannte sich zunächst niemand.
Ermittlungen laufen
Wer hinter der Explosion vom Donnerstag steckt, ist derzeit unklar. Die Behörden schließen keine Möglichkeit aus und werten Spuren sowie Überwachungsvideos aus. Angesichts der jüngsten Anschläge bleibt die Sorge groß, dass militante Gruppen erneut versuchen könnten, die Stabilisierung des Landes zu untergraben.
(fd/apa)