Bahamas: Haie sind auf Koks

Großes Umweltproblem vermutet

(27.03.2026) Rund um die idyllischen Bahamas wimmelt es nur so von Haien - und die sind laut neuesten Erkenntnissen auf Drogen. Forscher fanden erstmals Spuren von Kokain, Koffein und Schmerzmitteln im Blut der Tiere. In der Nähe der Insel Eleuthera wiesen 28 von 85 untersuchten Haien Rückstände von Substanzen auf.

Bereits 2024 wurden Haie vor Brasilien positiv auf Kokain getestet.

Verschmutztes Meerwasser

Schuld an dem außergewöhnlichen Fund ist Abwasser, das ins Meer fließt. Besonders in touristischen Gegenden gelangen vermehrt Drogen, Medikamente und andere Stoffe in die Gewässer. Eine zentrale Rolle dürften hierbei auch Kreuzfahrtschiffe spielen. Die brasilianische Meeresbiologin Natascha Wosnick erklärt: "Sie beißen Dinge an, um sie zu untersuchen, und nehmen dabei die Substanzen auf." Durch im Meer treibende Kokainpäckchen, die von Meerestieren angeknabbert werden, lässt sich also auch der Drogengehalt im Blut der Haie erklären. Welche Folgen für die Tiere entstehen, ist noch nicht gänzlich geklärt. Die Stoffe könnten den Energieverbrauch erhöhen und Stress auslösen.

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