Messerattacken in Wien!
Schon vier schwerverletzte!
(16.09.2026) Ein 26-jähriger Mann ist heute in Wien-Wieden mit einer schweren Stichverletzung gefunden worden. Der Mann war beim Eintreffen der Einsatzkräfte nicht ansprechbar und wurde nach der notfallmedizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Wer ihn verletzt hat und was hinter dem Vorfall steckt, ist bislang unbekannt. Der Fall ist nicht der einzige Messer-Vorfall, der die Wiener Polizei derzeit beschäftigt: Auch in der Donaustadt sowie am Schwedenplatz wurden innerhalb weniger Tage Männer durch Messer verletzt. Ein Zusammenhang zwischen den Fällen ist nicht bekannt.
Messerangriff in der Donaustadt
Bereits am Montagabend war in der Raffineriestraße in Wien-Donaustadt, im Bereich der Ostbahnbrücke, ein Mann mit einer Stichverletzung am Oberkörper entdeckt worden. Gegenüber den Rettungskräften gab er an, von einem anderen Mann niedergestochen worden zu sein.
Im Zuge der Fahndung nahm die Polizei zwei Männer im Alter von 40 und 42 Jahren vorläufig fest. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und dazu, welche Rolle die beiden Männer gespielt haben sollen, laufen. Auch dieser Fall steht nach bisherigem Kenntnisstand in keinem bekannten Zusammenhang mit dem nun verletzten 26-Jährigen in Wieden.
Zwei junge Männer am Schwedenplatz verletzt
Erst wenige Tage zuvor war es auch im Bereich des Schwedenplatzes beziehungsweise Franz-Josefs-Kais zu einem schweren Zwischenfall gekommen. In der Nacht auf Sonntag, den 13. September, gerieten gegen 2.40 Uhr mehrere Personen in eine Auseinandersetzung. Nach ersten Zeugenaussagen zog einer der Beteiligten ein Messer. Ein 18-Jähriger erlitt eine Schnittverletzung am Rücken, ein 19-Jähriger eine Stichverletzung an der Schulter. Beide wurden von der Berufsrettung versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Laut ,Heute‘ soll es sich um eine Gruppe arabisch sprechender Männer gehandelt haben. Die Polizei hat bislang weder Herkunft noch Staatsangehörigkeit der flüchtigen Tatverdächtigen bekannt gegeben.
Als ein Freund der beiden versucht haben soll einzugreifen, wurde laut Polizei auch er von dem mutmaßlichen Angreifer mit dem Messer bedroht. Die Verdächtigen flüchteten. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief zunächst ohne Erfolg. Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum/Ost, übernahm die Ermittlungen.
Augenzeuge: Angriff soll in Richtung Hals gegangen sein
Das Portal „Heute“ berichtete unter Berufung auf Augenzeugen über weitere Details des Schwedenplatz-Falls. Demnach soll einer der Angreifer versucht haben, den 18-Jährigen mit einer Messerbewegung im Bereich von Hals beziehungsweise Gesicht zu treffen. Ein Augenzeuge schilderte gegenüber „Heute“, es habe ausgesehen, als wolle der Mann dem Opfer die Kehle aufschlitzen. Diese Darstellung stammt von Augenzeugen und ist nicht als abschließend festgestellter Tatablauf zu verstehen.
Beim 19-Jährigen sollen mehrere Männer zunächst geschlagen und getreten haben. Als er bereits am Boden lag, soll er mit einem Messer im Bereich des Schulterblatts verletzt worden sein. Die Polizei bestätigt jedenfalls eine Schnitt- und eine Stichverletzung bei den beiden jungen Männern.
26-Jähriger in der Argentinierstraße nicht ansprechbar
Der jüngste Fall ereignete sich am Mittwoch, 16. September, in Wien-Wieden. Gegen 8.30 Uhr wurden Einsatzkräfte wegen eines schwer verletzten Mannes in die Argentinierstraße gerufen.
Die Berufsrettung versorgte den 26-Jährigen und brachte ihn anschließend ins Krankenhaus. Da der Mann zunächst nicht ansprechbar war, konnten die Ermittler offenbar noch keine unmittelbaren Angaben von ihm zum Geschehen erhalten.
Bislang ist auch nicht geklärt, ob der 26-Jährige genau dort attackiert wurde, wo er später gefunden wurde, oder ob sich der Angriff an einem anderen Ort ereignet hat.
Täter und Motiv völlig offen
Zum möglichen Angreifer gibt es derzeit keine veröffentlichte Täterbeschreibung und keine bekannte Staatsangehörigkeit. Auch ein mögliches Motiv ist offen. Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Mitte, führt die weiteren Ermittlungen. Bestätigt ist eine schwere Stichverletzung. Dass sich der Mann in akuter Lebensgefahr befindet, wurde bislang nicht offiziell bekannt gegeben.
Kein bekannter Zusammenhang zwischen den Fällen
Obwohl innerhalb weniger Tage mehrere Menschen in Wien Stich- beziehungsweise Schnittverletzungen erlitten haben, gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass die Vorfälle miteinander in Verbindung stehen.
Auch am Wochenende war in der Wagramer Straße ein 14-Jähriger durch einen Messerstich am Rücken verletzt worden. Hintergrund soll laut Polizei ein Streit nach dem Verkauf einer gefälschten Uhr mit mutmaßlichem Falschgeld gewesen sein. Der Jugendliche befand sich nicht in Lebensgefahr.
Polizei bittet Zeugen um Hinweise
Im Fall des schwer verletzten 26-Jährigen in der Argentinierstraße können Personen, die am Mittwochmorgen verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Angaben zum möglichen Tatgeschehen machen können, Hinweise – auch anonym – an das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Mitte, unter 01 31310-43800 richten. Diese Durchwahl wird von der Wiener Polizei für Hinweise an diese LKA-Außenstelle verwendet.
Auch nach den geflüchteten Beteiligten des Messerangriffs am Schwedenplatz/Franz-Josefs-Kai wird weiter ermittelt. Zuständig ist hier das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum/Ost. Hinweise können unter 01 31310-62800 an die Ermittler gerichtet werden.
In dringenden Fällen gilt weiterhin der Polizeinotruf 133.
(fd)