Noch mehr Kontrolle?
USA wollen noch mehr prüfen
(07.08.2026) Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will bei der Visa-Vergabe die Überprüfung der Online-Aktivitäten von Antragstellern offenbar ausweiten. Die Überprüfung von Instagram-Konten und ähnlicher Netzwerke solle auf weitere Visa-Kategorien ausgedehnt werden, unter anderem auf ausländische Journalisten, berichtete "The Daily Signal". Regierungssprecherin Karoline Leavitt teilte am Donnerstag auf ihrem X-Konto den entsprechenden Artikel - ohne ihn explizit zu bestätigen.
"The Daily Signal" berief sich auf interne Regierungsunterlagen, in denen die neuen Pläne dargelegt würden. Demnach sollen Visa-Antragsteller die Einstellungen ihrer Social-Media-Konten von "privat" auf "offen" umstellen müssen.
Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zu dem Bericht erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums, das Ministerium überprüfe ständig die Verfahren zur Visa-Vergabe. "Bei der Überprüfung der Online-Präsenz geht es darum, dass Antragsteller ihre Berechtigung für ein Visum nach US-Recht nachweisen und sichergestellt wird, dass keine Person ein Risiko für die Sicherheit der Vereinigten Staaten darstellt."
Jetzt auch Journalisten
Die USA verlangen bereits jetzt von Antragstellern für verschiedene Visa-Kategorien, ihre Online-Konten öffentlich zugänglich zu machen. Dazu zählen beispielsweise Studentenvisa. Laut "The Daily Signal" soll die Regelung nun unter anderem auch auf ausländische Medienvertreter ausgeweitet werden.
(FJ/APA)