Robin Räikkönen bei Red Bull
Großes Talent mit 11 Jahren
(09.09.2026) Der Name Räikkönen ist wieder mit der Formel 1 verbunden – diesmal allerdings nicht mit Ferrari. Robin Räikkönen, der erst elfjährige Sohn von Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen, wird in das renommierte Red Bull Junior Team aufgenommen. Red Bull bestätigte die Verpflichtung am Mittwoch offiziell. Der junge Finne soll ab 2027 im Nachwuchsprogramm des Formel-1-Teams gefördert werden.
Für Red Bull ist die Verpflichtung eines der prominentesten Nachwuchsprojekte der vergangenen Jahre. Robin trägt den Spitznamen „Ace“ und gilt bereits jetzt als eines der auffälligeren Kart-Talente seiner Altersklasse. Teamchef Laurent Mekies lobt vor allem seine Geschwindigkeit, sein Rennverständnis und seine für sein Alter ungewöhnlich ruhige Herangehensweise. Gleichzeitig betont Red Bull ausdrücklich, den Elfjährigen Schritt für Schritt und ohne unnötigen Druck entwickeln zu wollen.
Robin Räikkönen fährt bereits seit 2022 Kart
Robin wurde am 27. Jänner 2015 geboren und begann laut Motorsport.com 2022 mit dem Kartsport. Zunächst trat er in der Rotax Max Challenge in der Schweiz an, später folgten internationale Rennen in Europa. 2025 startete er erstmals in der WSK Super Master Series in Italien in der Mini-U10-Klasse.
Dass Red Bull nicht nur wegen des berühmten Nachnamens aufmerksam wurde, zeigen auch seine Resultate. Im Mai 2026 gewann Robin beim Lauf der Rotax Max Challenge in Franciacorta zunächst das Zeitfahren und anschließend auch das Finale der Mini-Kategorie. Im Juni war er beim Rennen in South Garda erneut Schnellster im Qualifying und gewann einen der Läufe.
Auch international hinterließ der junge Finne bereits Spuren. Beim Saisonauftakt der Rotax Max Challenge Euro Trophy 2026 in Cremona fuhr Räikkönen in seiner Qualifying-Gruppe die Bestzeit; im Rennen wurde für ihn zudem die schnellste Runde verzeichnet.
Kimi Räikkönen: Red Bull soll Sohn behutsam entwickeln
Für Vater Kimi Räikkönen ist die Entscheidung offenbar bewusst gefallen. Der Formel-1-Weltmeister von 2007 erklärte, Red Bull biete ein umfassendes Programm, um Robins Entwicklung über mehrere Jahre zu begleiten. Besonders wichtig seien dabei Erfahrung, Betreuung und die Möglichkeit, sein natürliches Talent weiterzuentwickeln.
Kimi Räikkönen weiß selbst, wie schnell eine Motorsportkarriere verlaufen kann. Der Finne gewann 2007 mit Ferrari die Formel-1-Weltmeisterschaft und ist bis heute der letzte Fahrer, der für die Scuderia einen Fahrertitel holte. Dass sein Sohn nun ausgerechnet beim großen Rivalen Red Bull gefördert wird, gibt der Verpflichtung zusätzliche Brisanz.
Mekies: „Eines der vielversprechendsten Talente“
Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies bezeichnet Robin als einen der vielversprechendsten jungen Fahrer seiner Altersgruppe. Neben seiner Geschwindigkeit und seinen Fähigkeiten im Zweikampf beeindruckten vor allem seine Reife und Gelassenheit. Das erinnert nicht zufällig an seinen Vater, der in der Formel 1 wegen seiner ausgesprochen ruhigen Art als „Iceman“ bekannt wurde.
Mekies macht gleichzeitig klar, dass ein Formel-1-Cockpit für einen Elfjährigen noch weit entfernt ist. Red Bull will ihm Zeit geben und ihn mit den notwendigen Ressourcen unterstützen. Die klassische Karriere würde in den kommenden Jahren vom Kart über Nachwuchsserien wie Formel 4, Formel 3 und Formel 2 bis möglicherweise irgendwann in die Formel 1 führen.
(fd/krone)