Schwangere und Bub (4) tot
E-Auto fängt im Tunnel Feuer!
(17.09.2026) Ein Familienausflug in Frankreich endet in einer Tragödie: Auf der A13 bei Mantes-la-Ville ist ein Elektroauto während der Fahrt in Brand geraten. Eine hochschwangere Frau und ihr vierjähriger Sohn kamen ums Leben, der Vater wurde schwer verletzt. Besonders brisant: Nach bisherigem Ermittlungsstand soll es keinen Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug gegeben haben. Warum das Auto Feuer fing, ist weiterhin ungeklärt.
Vierjähriger Eden stirbt gemeinsam mit seiner Mutter
Bei dem getöteten Kind handelt es sich laut französischen Medien um den vierjährigen Eden. Der Bub besuchte in Gargenville den Kindergarten. Seine Mutter war im neunten Monat schwanger und starb ebenfalls bei dem Brand. Der Vater des Kindes überlebte mit schweren Verbrennungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Später hieß es, sein Zustand habe sich stabilisiert und es bestehe keine Lebensgefahr mehr.
Kein anderes Fahrzeug als Unfallbeteiligter bekannt
Besonders viele Fragen wirft der bisher bekannte Unfallhergang auf. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Versailles gibt es bislang keinen Hinweis darauf, dass ein anderes Fahrzeug an dem Unglück beteiligt war. Die genauen Umstände des Brandes sind aber noch nicht geklärt.
Damit ist auch offen, ob zunächst ein technischer Defekt auftrat, ob das Feuer an einer bestimmten Stelle des Fahrzeugs begann oder ob eine andere Ursache dahintersteckte.
Technische Untersuchung zu Elektroauto gestartet
Dass es sich um ein Elektrofahrzeug handelte, ist inzwischen offiziell bestätigt. Das französische Bureau d’enquêtes sur les accidents de transport terrestre (BEA-TT) führt den Fall ausdrücklich als Brand eines elektrisch angetriebenen Pkw in einem überdachten Abschnitt der A13. Die Behörde eröffnete am 16. September eine eigene technische Untersuchung.
Welches konkrete Fahrzeugmodell beteiligt war, ist für die laufende Untersuchung derzeit nicht entscheidend und wurde von der Untersuchungsbehörde nicht genannt.
War die Batterie die Ursache?
Genau das ist bislang nicht geklärt. Aus der Tatsache, dass es sich um ein Elektroauto handelte, lässt sich nicht ableiten, dass die Hochvoltbatterie den Brand verursacht hat.
Die Ermittler müssen nun klären, wo das Feuer entstanden ist, warum es sich ausbreiten konnte und welche Rolle die Fahrzeugtechnik spielte. Die BEA-TT hat bislang noch keine Ergebnisse zur Brandursache veröffentlicht.
Damit steht wenige Tage nach dem Unglück fest: Eine hochschwangere Frau und ihr vierjähriger Sohn starben, der Vater wurde schwer verletzt und das beteiligte Fahrzeug war elektrisch angetrieben. Warum es zum Brand kam, bleibt dagegen offen.
Gerade weil nach dem bisherigen Ermittlungsstand kein anderes Fahrzeug als Unfallbeteiligter bekannt ist, dürfte die technische Untersuchung nun entscheidend dafür sein, den Ablauf des tragischen Unglücks auf der A13 bei Mantes-la-Ville zu rekonstruieren.
(fd)