Schwere Explosion in Beirut

Dutzende Tote und 4.000 Verletzte

(05.08.2020) Nach den schweren Explosionen im Hafen von Beirut, der Hauptstadt des Libanon, hat sich die Zahl der Toten auf mindestens 100 erhöht. Mehr als 4.000 weitere Menschen sind verletzt. Das berichtet das libanesische Rote Kreuz. Die Explosionen haben sich gestern Abend kurz nach 18.00 Uhr Ortszeit (17.00 Uhr MESZ) ereignet. Sie waren im ganzen Land, selbst noch im 240 Kilometer entfernten Nikosia auf der Insel Zypern, zu hören. Die Bekämpfung der durch die Detonationen ausgelösten Brände dauerte bis in die Nacht. Die Bergungsarbeiten sind noch im Gange.

Laut Libanons Premier Diab dürften die Explosionen von einer großen Menge Ammoniumnitrat ausgelöst worden sein. Die explosive Substanz sei jahrelang ohne Sicherheitsvorkehrungen im Hafen gelagert worden. Hinweise auf einen Anschlag oder einen politischen Hintergrund gibt es derzeit nicht.

Diab hat angekündigt, dass die Verantwortlichen "zur Rechenschaft" gezogen werden. Weshalb das Ammoniumnitrat explodiert ist, ist noch völlig unklar. Die Substanz kann zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden.

Die ganze Welt zeigt Anteilnahme! Bundespräsident Alexander Van der Bellen zeigt sich betroffen von der Explosion in Beirut und erklärte via Twitter, „unsere Gedanken sind bei den Menschen im Libanon, bei den Verletzten und den Familien der Opfer“.

Österreichische Botschaft beschädigt
Auch die österreichische Botschaft in der libanesischen Hauptstadt ist von den zwei gewaltigen Explosionen im Hafen von Beirut die betroffen: "Das Botschaftsgebäude in Achrafieh wurde beschädigt und es steht derzeit nicht fest, ob die Botschaft als Büro in den nächsten Tagen funktionsfähig sein kann", schreibt die Auslandsvertretung auf ihrer Facebook-Seite. Die Botschaft sei aber rund um die Uhr über eine Notfall-Telefonnummer erreichbar.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Österreicher verletzt worden sind. Demnach ist eine lokale Angestellte der österreichischen Botschaft im Libanon jedoch leicht verletzt worden.

Verstärkung kommt aus Tschechien
Nach der verheerenden Explosion schickt Tschechien ein Hilfsteam in den Libanon. Die Spezialeinheit der Feuerwehr wird am Nachmittag abfliegen, teilt Innenminister Jan Hamacek via Twitter mit. Das Team ist auf die Bergung von Verschütteten spezialisiert. Dabei sind fünf Suchhundeführer mit ihren Tieren sowie mehr als 30 weitere Einsatzkräfte.

Die Schäden an Gebäuden betreffen nach Angaben der Behörden fast die halbe Stadt! Bis zu 300.000 Bewohner der libanesischen Hauptstadt sind durch die Zerstörungen obdachlos geworden, sagt Gouverneur Marwan Abud: "Ich denke, es gibt zwischen 250.000 und 300.000 Menschen, die jetzt ohne Zuhause sind. Fast die Hälfte von Beirut ist zerstört oder beschädigt." Die finanzielle Höhe der Schäden schätzte Abud auf insgesamt drei bis fünf Milliarden Dollar. Ingenieure und technische Experten würden noch eine offizielle Bewertung der Schäden vornehmen.

Experten warnten vor den Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes, die seit Monaten ohnehin unter einer der schwersten Krisen in der Geschichte des Libanons leidet. "Diese Explosion ist der Sargnagel für die Wirtschaft des Libanons und für das Land im Allgemeinen", sagt der Analyst Makram Rabah. Die Menschen könnten ihre Häuser nicht wieder aufbauen, weil ihnen das Geld fehle. Der Hafen in Beirut sei zudem die Lebensader des Landes. Da dort unter anderem Getreidesilos zerstört worden sei, müsste das Land jetzt mit Hunger und Engpässen bei Brot rechnen.

(mkm/mt)

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