Unwetter verwüsten Salzburg
Feuerwehren im Großeinsatz
(07.08.2026) Heftige Gewitter und Starkregen haben am Donnerstagabend in weiten Teilen Salzburgs für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Stark betroffen waren die Regionen Pinzgau und Pongau, wo Muren abgingen, Bäche über die Ufer traten und Straßen verschüttet wurden. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand.
Häuser evakuiert und Brücken zerstört
Besonders schwer traf es die Gemeinde Stuhlfelden im Pinzgau. Hier mussten mehrere Häuser evakuiert werden. Viele Bewohner kamen bei Angehörigen unter. Mehrere Brücken und Häuser wurden zerstört und beschädigt. Auch die Regionen Uttendorf und Pongau (Dorfgastein, Bad Gastein, Kötschachtal) waren stark betroffen.
Klimawandel als Ursache
Landesgeologe Gerald Valentin sieht die Mure im Kötschachtal als Folge des Klimawandels. Durch das Abschmelzen des Gletschers am Tischlerkar-Kees könne Niederschlagswasser nicht mehr gespeichert werden und fließe ungebremst talwärts. Dadurch würden Geröll und Schutt mitgerissen und Muren begünstigt.
Wie hoch der Gesamtschaden durch die Unwetter ist, konnte das Land Salzburg vorerst noch nicht beziffern. Nun laufen die Arbeiten, um die Schutzbauten wieder instand zu setzen und die Infrastruktur zu sichern. Insgesamt standen 675 Einsatzkräfte von 32 Feuerwehren im Einsatz und arbeiteten bis Freitagvormittag 98 Einsatzstellen ab.
(APA/MG)