Vier tote Taucher entdeckt

Unglück auf den Malediven

(18.05.2026) Nach dem schweren Tauchunglück auf den Malediven sind die Leichen von vier vermissten italienischen Tauchern lokalisiert worden. Die Körper wurden laut den maledivischen Streitkräften in einer Unterwasserhöhle im Vaavu-Atoll entdeckt. Die Bergung aus rund 60 Metern Tiefe gilt als extrem schwierig. Die Suchaktion wurde gemeinsam von Küstenwache, Polizei und einem vom italienischen Staat unterstützten Expertenteam durchgeführt. Weitere Tauchgänge zur Bergung der Leichen sind bereits geplant.

Bergung wird zur Hochrisiko-Mission

Zur Unterstützung trafen am Montag drei finnische Höhlentaucher auf den Malediven ein. Die Spezialisten arbeiten mit der Organisation DAN Europe zusammen, die die Rettungsaktion als „komplexe und risikoreiche Bergungsoperation“ bezeichnete. Die Unterwasserhöhle gilt als schwer zugänglich. Zusätzlich erschweren schlechte Wetterbedingungen und starke Strömungen die Arbeiten. Die kommenden Stunden sollen laut den Experten vor allem für Sicherheitschecks, Einsatzplanung und die Vorbereitung der Spezialausrüstung genutzt werden.

Bei den Opfern handelt es sich um eine 51-jährige Meeresbiologin aus Genua, ihre 22-jährige Tochter, eine 31-jährige Forscherin sowie einen 31-jährigen Taucher. Alle galten als erfahrene Sport- und Höhlentaucher. Die Gruppe hatte am Donnerstag eine Unterwasserhöhle in rund 60 Metern Tiefe erkundet, als es zu dem Unglück kam. Die genaue Ursache ist weiterhin unklar. Bereits am Freitag war die Leiche des Tauchlehrers der Gruppe geborgen worden.

Auch Rettungstaucher starb

Die Tragödie forderte inzwischen ein weiteres Todesopfer: Ein Rettungstaucher der maledivischen Streitkräfte starb während der Suchaktion an den Folgen einer Dekompressionskrankheit. Der Vorfall zeigt erneut die enormen Risiken von Tiefsee- und Höhlentauchgängen – selbst für erfahrene Spezialisten.

(fd/apa)

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