Österreich vs. Spanien 0:3

Hart gekämpft, dennoch verloren

(02.07.2026) (Update 23:35) Die Reise des österreichischen Nationalteams bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist beendet. Im Sechzehntelfinale musste sich die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick dem favorisierten Europameister Spanien mit 0:3 geschlagen geben. Österreich verteidigte vor allem in der Anfangsphase engagiert und versuchte dagegenzuhalten, fand gegen die spielerische Klasse der Iberer letztlich aber kaum Mittel. Damit endet für das ÖFB-Team die erste Weltmeisterschaft seit 1998. Vor 70.492 Zuschauern im ausverkauften Los Angeles Stadium begann Spanien erwartungsgemäß druckvoll. Österreich hielt zunächst gut dagegen und konnte die Partie in den ersten Minuten offen gestalten. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Iberer jedoch immer mehr die Kontrolle, ließen Ball und Gegner laufen und setzten die Rangnick-Elf dauerhaft unter Druck.

Die beste österreichische Offensivaktion der ersten Hälfte entstand nach einer Hereingabe von Marcel Sabitzer, die Michael Gregoritsch knapp verpasste. Zu einer zwingenden Torchance kam das ÖFB-Team allerdings nicht.

Oyarzabal sorgt für die verdiente Führung

Nachdem Spanien bereits mehrere gute Möglichkeiten vorgefunden hatte, fiel in der 36. Minute das 1:0. Mikel Oyarzabal verwertete einen Querpass von Marc Cucurella souverän zur Führung.

Kurz zuvor hatte Österreich noch Glück: Ein Treffer der Spanier wurde wegen eines Fouls an Torhüter Alexander Schlager aberkannt. Noch vor der Pause verhinderten außerdem die Latte und Schlager selbst einen höheren Rückstand.

Rangnick wechselt – Spanien bleibt spielbestimmend

Zur Halbzeit reagierte Teamchef Ralf Rangnick und brachte mit Carney Chukwuemeka und Florian Grillitsch zwei frische Kräfte. Wenig später folgten auch Marko Arnautovic und Sasa Kalajdzic.

Am Spielverlauf änderte das jedoch wenig. Spanien blieb die klar spielbestimmende Mannschaft und ließ Österreich kaum Zeit am Ball. Die Rangnick-Elf arbeitete defensiv weiter engagiert, schaffte es offensiv jedoch nur selten, sich gefährlich vor das spanische Tor zu kombinieren.

Porro entscheidet die Partie

In der 66. Minute fiel die Vorentscheidung. Nach einer Flanke von Álex Baena kam Pedro Porro im Strafraum frei zum Kopfball und traf zum 2:0.

Österreich gab sich auch danach nicht auf und kämpfte bis zum Schluss, konnte Spaniens Defensive aber kaum noch ernsthaft fordern. Die beste Möglichkeit der zweiten Halbzeit hatte Sasa Kalajdzic, dessen Kopfball jedoch deutlich über das Tor ging.

Oyarzabal setzt den Schlusspunkt

Kurz vor Schluss verhinderte David Alaba mit einer Rettung auf der Torlinie zunächst noch einen weiteren Gegentreffer. In der 89. Minute war aber auch Österreichs Abwehr geschlagen: Mikel Oyarzabal erzielte mit seinem zweiten Treffer des Abends den 3:0-Endstand.

Emotionaler Abschied für Arnautovic

Für Marko Arnautovic endete das Spiel mit einem besonderen Moment. Der 37-Jährige absolvierte gegen Spanien sein 137. und zugleich letztes Länderspiel für Österreich. Damit verabschiedet sich einer der prägenden Spieler der vergangenen Jahre aus dem Nationalteam.

Viel Positives trotz WM-Aus

Auch wenn der Traum vom Achtelfinale geplatzt ist, kann Österreich auf eine gelungene Weltmeisterschaft zurückblicken. Erstmals seit 1998 war das ÖFB-Team wieder bei einer WM dabei und erreichte auf Anhieb die K.-o.-Phase.

(fd/apa)

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