Bombenalarm wegen Sextoy?

Der Kronehit Faktencheck

(08.09.2026) Ein Sexspielzeug hat in Washington D.C. einen Bombenalarm ausgelöst und am Ende sogar Spezialkräfte der Polizei beschäftigt. Der verdächtige Gegenstand wurde am 12. August 2026 vor einer Feuerwache im Stadtteil Tenleytown entdeckt. Weil an dem blau-schwarzen Gerät offene Kabel zu sehen waren, rückten neben Polizei und Feuerwehr auch das Bombenkommando und eine K-9-Einheit an.

Verdächtiges Gerät vor Feuerwache entdeckt

Der kuriose Einsatz begann kurz nach 7 Uhr morgens bei der Feuerwache von D.C. Fire and EMS Engine 20 an der Wisconsin Avenue. Laut Polizeibericht soll eine Person zu einem Mitarbeiter der Feuerwehr gegangen sein und anschließend das elektronische Gerät in der Nähe der Wache zurückgelassen haben. Wegen der sichtbaren Kabel wurde der Gegenstand als potenziell gefährlich eingestuft. Die Behörden gingen deshalb auf Nummer sicher. Rund um die Feuerwache wurden Straßen und Gehwege abgesperrt, zahlreiche Einsatzfahrzeuge rückten an.

Wisconsin Avenue fast zwei Stunden gesperrt

Die Wisconsin Avenue, eine wichtige Verkehrsachse in Washington, wurde während des morgendlichen Berufsverkehrs in beide Richtungen gesperrt. Auch mehrere Nebenstraßen waren betroffen.

Die Sperre dauerte ungefähr zwei Stunden. Erst gegen 9 Uhr konnten die Behörden Entwarnung geben und den Verkehr wieder freigeben. Verletzte gab es nicht.

Bombenkommando entdeckt ungewöhnliche Wahrheit

Nach der Untersuchung durch die Spezialisten stellte sich heraus: Der vermeintlich gefährliche Gegenstand war keine Bombe.

Im offiziellen Polizeibericht wurde das Gerät als „electronic sex portable pump device“ beschrieben – also als elektronisches Sexspielzeug beziehungsweise tragbare Pumpe für Männer.

Mehrere Medien und Nutzer in sozialen Netzwerken identifizierten das Gerät anschließend als ein Modell, das optisch tatsächlich wie ein größeres technisches Gerät mit Kabeln und Elektronik aussieht. Welches konkrete Modell es war, wurde von der Polizei allerdings nicht offiziell bestätigt.

Wer hat das Sexspielzeug dort abgelegt?

Unklar bleibt bislang, warum das Gerät ausgerechnet vor einer Feuerwache landete. Laut US-Berichten wurde die Person, die es dort zurückließ, bislang nicht öffentlich identifiziert.

Auch Hinweise darauf, dass tatsächlich eine Gefahr bestanden hätte oder jemand bewusst einen Bombenalarm auslösen wollte, gibt es bislang nicht. Für die Einsatzkräfte war die Reaktion angesichts eines unbekannten elektronischen Geräts mit offenliegenden Kabeln dennoch nachvollziehbar.

Erst Bombenverdacht, dann Sexspielzeug

Was zunächst nach einem ernsten Bombenalarm in Washington D.C. aussah, endete damit als eine der kurioseren Polizeigeschichten des Sommers 2026: Bombenexperten, Spürhunde, Feuerwehr und Straßensperren – ausgelöst durch ein Sexspielzeug.

Für die Menschen im morgendlichen Berufsverkehr dürfte der Einsatz weniger lustig gewesen sein. Am Ende blieb es aber bei Verkehrschaos und einem ziemlich ungewöhnlichen Fund: keine Explosion, keine Verletzten – nur ein Gerät, das definitiv für einen anderen Einsatz gedacht war.

(fd)

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