Bub (2) ist jetzt auch tot!
Zimmerbrand in Ottakring!
(21.05.2026) Die Tragödie rund um den verheerenden Wohnungsbrand in Wien-Ottakring hat nun ein noch schlimmeres Ende genommen: Nachdem bereits am Donnerstagvormittag das dreijährige Mädchen seinen schweren Verletzungen erlegen war (wir haben berichtet), starb wenig später auch ihr zweijähriger Bruder im AKH Wien. Damit verlor eine Familie an einem Tag beide Kinder. Der tragische Brand in der Effingergasse erschüttert mittlerweile ganz Österreich.
Beide Kinder starben nach dramatischer Rettungsaktion
Das Feuer war bereits am Montag gegen 16.45 Uhr in einer Wohnung eines Mehrparteienhauses in Wien-Ottakring ausgebrochen. Einsatzkräfte der Wiener Berufsfeuerwehr wurden alarmiert, nachdem dichter Rauch aus der Wohnung gedrungen war. Noch während die Feuerwehr die Löschmaßnahmen vorbereitete, durchsuchte ein Atemschutztrupp die stark verrauchten Räume. Dabei machten die Einsatzkräfte eine schreckliche Entdeckung: Die beiden Kleinkinder lagen reglos in einem Zimmer.
Sofort begannen Feuerwehr und Berufsrettung mit Reanimationsmaßnahmen. Beide Kinder mussten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand wiederbelebt werden. Anschließend wurden sie in lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus gebracht.
Zunächst kämpften Ärzte tagelang um das Leben der Geschwister. Doch am Donnerstag wurde bekannt, dass zuerst die dreijährige Schwester und wenig später auch ihr zweijähriger Bruder verstorben sind.
14-jährige Schwester war mit Kindern alleine
Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich die beiden Kleinkinder gemeinsam mit ihrer 14-jährigen Schwester alleine in der Wohnung. Die Jugendliche wurde bei dem Feuer leicht verletzt und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.
Wo sich die Eltern während des Brandes befanden, wurde offiziell bisher nicht bekannt gegeben. Laut Polizei gibt es allerdings keine Hinweise auf eine Verletzung der Aufsichtspflicht. Gegen die Eltern wird derzeit nicht ermittelt.
Akku eines Handstaubsaugers dürfte Feuer ausgelöst haben
Die Ermittlungen zur Brandursache laufen weiterhin auf Hochtouren. Nach bisherigem Stand gehen die Behörden von einem technischen Defekt aus.
Laut Wiener Polizei dürfte der Akku eines Handstaubsaugers plötzlich Feuer gefangen haben. Das Feuer soll sich danach rasch auf das gesamte Zimmer ausgebreitet haben.
Der Fall sorgt erneut für Diskussionen über die Gefahren von Lithium-Ionen-Akkus im Alltag. Experten warnen seit Jahren davor, beschädigte Akkus weiterzuverwenden oder Geräte unbeaufsichtigt aufzuladen.
Immer wieder kommt es europaweit zu Bränden durch:
- Akku-Staubsauger
- E-Scooter
- Powerbanks
- Smartphones
- E-Bikes
Besonders groß ist die Betroffenheit innerhalb der bosnischen Community in Wien. Zahlreiche Freunde, Bekannte und Angehörige meldeten sich in sozialen Netzwerken mit emotionalen Nachrichten zu Wort. Auf den Facebook-Profilen des Vaters finden sich mittlerweile unzählige Beileidsbekundungen und Zeichen der Anteilnahme. Viele Menschen zeigen sich fassungslos darüber, dass eine Familie innerhalb weniger Tage gleich beide Kinder verloren hat.
Spendenaktion für Familie gestartet
Freunde der Familie haben inzwischen auch eine Spendenaktion über „GoFundMe“ gestartet. Damit sollen die Eltern zumindest finanziell unterstützt werden – etwa bei Begräbniskosten und weiteren Ausgaben.
Innerhalb kurzer Zeit gingen bereits zahlreiche Spenden ein.
Doch selbst viele Unterstützer schreiben in den Kommentaren, dass Geld den unfassbaren Verlust der beiden kleinen Kinder niemals ausgleichen könne.
Tragödie löst Debatte über Brandschutz aus
Der Fall hat österreichweit große Anteilnahme ausgelöst und erneut Diskussionen über Brandschutz in Wohnungen entfacht.
Feuerwehren und Sicherheitsexperten empfehlen dringend:
- Rauchmelder in allen Wohnräumen
- Akkugeräte niemals unbeaufsichtigt laden
- beschädigte Akkus sofort entsorgen
- Nur Original-Ladegeräte verwenden
- Fluchtwege freihalten
Gerade Lithium-Ionen-Akkus gelten mittlerweile als zunehmendes Brandrisiko in Haushalten.
Ganz Österreich trauert mit Familie
Die Tragödie von Wien-Ottakring zählt inzwischen zu den erschütterndsten Unglücksfällen der vergangenen Monate in Österreich.
Besonders die Tatsache, dass beide Kinder trotz schneller Rettung und intensiver medizinischer Betreuung nicht gerettet werden konnten, bewegt derzeit viele Menschen im ganzen Land.
Während die Ermittlungen zur genauen Brandursache weiterlaufen, bleibt vor allem eines zurück: tiefe Trauer um zwei kleine Kinder, die viel zu früh aus dem Leben gerissen wurden.
(fd/heute)