EU-Prognose schockt Österreich

Wirtschaft wächst 2026 kaum

(21.05.2026) Die neuesten Wirtschaftsprognosen der EU-Kommission zeichnen ein düsteres Bild für Österreich und Europa. Laut den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen wird Österreich 2026 erneut zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern der Europäischen Union zählen. Mit nur 0,6 Prozent Wirtschaftswachstum liegt die Alpenrepublik gemeinsam mit Deutschland fast am Ende der EU-Rangliste.

Noch schlechter schneiden nur Italien und Rumänien ab.

Österreich bleibt wirtschaftliches Sorgenkind Europas

Während die EU-Kommission für die gesamte Europäische Union im Jahr 2026 immerhin noch ein Wachstum von 1,1 Prozent erwartet, bleibt Österreich deutlich darunter.

Prognostiziertes Wirtschaftswachstum 2026:

  • EU gesamt: +1,1 Prozent
  • Eurozone: +0,9 Prozent
  • Österreich: +0,6 Prozent
  • Deutschland: +0,6 Prozent
  • Italien: +0,5 Prozent
  • Rumänien: +0,1 Prozent

Damit gehört Österreich erneut zu den schwächsten Volkswirtschaften Europas.

Besonders alarmierend: Noch im Herbst war die EU-Kommission für Europa insgesamt deutlich optimistischer gewesen. Die Prognose wurde nun um 0,3 Prozentpunkte nach unten korrigiert.

Nahost-Krise trifft Europas Wirtschaft immer härter

Besonders besorgniserregend ist für die EU-Kommission die Entwicklung im Nahen Osten. Die anhaltenden Konflikte sorgen laut Brüssel erneut für massive Unsicherheit auf den globalen Energiemärkten. Vor allem steigende Öl- und Gaspreise setzen Europas Wirtschaft zunehmend unter Druck. Die Kommission warnt, dass genau dieser Energieschock die Inflation wieder deutlich anheizt und gleichzeitig die Stimmung bei Unternehmen und Konsumenten massiv verschlechtert.

Gerade Österreich leidet laut der Prognose besonders stark unter dieser Entwicklung. Die heimische Wirtschaft sei durch hohe Energiepreise, zurückhaltende Investitionen und eine schwache Konsumnachfrage belastet. Viele Unternehmen würden Investitionen verschieben, während Haushalte wegen steigender Kosten weiterhin vorsichtig beim Geldausgeben bleiben.

Die Folgen spüren mittlerweile fast alle Bereiche des täglichen Lebens. Höhere Energiepreise verteuern nicht nur Strom, Gas und Treibstoff, sondern wirken sich auch auf Lebensmittel, Mieten, Produktion und Transportkosten aus. Dadurch bleibt die Inflation deutlich höher als ursprünglich erwartet.

Inflation steigt erneut deutlich an

Für Österreich rechnet die EU-Kommission im kommenden Jahr mit einer Inflation von rund drei Prozent. Erst 2027 soll sich die Lage langsam entspannen und die Teuerung wieder auf etwa 2,5 Prozent sinken. Auch europaweit fällt die Inflationsprognose deutlich schlechter aus als noch vor einigen Monaten.

Damit geraten viele Haushalte weiter unter Druck. Besonders Menschen mit niedrigem Einkommen, Familien und Pensionisten kämpfen bereits seit Jahren mit steigenden Lebenshaltungskosten. Experten warnen davor, dass die Kaufkraft vieler Österreicher erneut sinken könnte.

EU warnt sogar vor noch Schlimmerem Szenario

Besonders alarmierend: Die EU-Kommission hält sogar eine weitere Verschlechterung der Lage für möglich. In einem zusätzlichen Krisenszenario gehen die Experten davon aus, dass die Konflikte im Nahen Osten länger andauern und die Energieversorgung weiter unter Druck gerät.

Sollte das eintreten, könnten die Energiepreise noch stärker steigen als bisher angenommen. In diesem Fall würde die Inflation dauerhaft hoch bleiben und die Wirtschaft sich auch 2027 nicht wie erhofft erholen. Die EU-Kommission spricht deshalb von einer „ungewöhnlich hohen Unsicherheit“.

Vor allem die Sorge vor neuen Versorgungsengpässen bei Öl und Gas beschäftigt die Märkte derzeit massiv. Bereits kleine Eskalationen im Nahen Osten führen immer wieder zu starken Preissprüngen an den internationalen Börsen.

Österreich kämpft zusätzlich mit Budgetproblemen

Neben der schwachen Wirtschaft und der hohen Inflation bleibt auch das Staatsbudget ein großes Sorgenkind. Laut der Prognose wird Österreichs Budgetdefizit sowohl 2026 als auch 2027 bei rund 4,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen und damit weiterhin klar über den erlaubten EU-Grenzen bleiben.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die EU deshalb offiziell ein Defizitverfahren gegen Österreich eingeleitet. Der Hintergrund: Österreich überschritt mit seinem Budgetdefizit deutlich die Maastricht-Grenze von maximal drei Prozent der Wirtschaftsleistung.

Die steigenden Staatsausgaben hängen laut EU-Kommission unter anderem mit höheren Zinskosten, Energiehilfen und steigenden Verteidigungsausgaben zusammen. Gleichzeitig belastet die schwache Wirtschaft die Steuereinnahmen zusätzlich.

Regierung hofft trotzdem auf positives Signal aus Brüssel

Finanzminister Markus Marterbauer versucht dennoch Optimismus zu verbreiten. Er geht davon aus, dass Österreich bei der Budgetentwicklung zuletzt besser abgeschnitten habe als ursprünglich erwartet. Deshalb rechnet die Regierung damit, dass die EU-Kommission die bisherigen Sparmaßnahmen grundsätzlich positiv bewertet.

Eine neue offizielle Bewertung durch Brüssel wird Anfang Juni erwartet. Dann entscheidet sich auch, wie streng die EU beim laufenden Defizitverfahren gegen Österreich weiter vorgehen wird.

Österreich bleibt wirtschaftlich unter Druck

Die aktuelle Prognose zeigt insgesamt deutlich, wie schwierig die wirtschaftliche Lage weiterhin ist. Nach den Folgen der Corona-Pandemie, der Energiekrise und des Ukraine-Krieges trifft nun auch die Eskalation im Nahen Osten Europas Wirtschaft mit voller Wucht.

Österreich gehört dabei erneut zu den schwächsten Ländern der Europäischen Union. Vor allem die Industrie, die stark von Energiepreisen und Exporten abhängig ist, kämpft weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen.

Viele Experten rechnen deshalb damit, dass auch die kommenden Jahre von schwachem Wachstum, hoher Inflation und Sparmaßnahmen geprägt sein werden. Die Hoffnung auf einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung in Österreich dürfte sich damit vorerst nicht erfüllen.

(fd/apa)

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