Cybertruck säuft ab!
"Wade" heißt nicht "schwimmen"
(20.05.2026) Ein kurioser Vorfall aus den USA sorgt aktuell weltweit für Aufsehen: Ein Tesla-Fahrer in Texas wollte offenbar testen, wie wasserfest sein Cybertruck wirklich ist – und versenkte den futuristischen Elektro-Pick-up kurzerhand in einem See. Wenige Meter später war Schluss: Das Fahrzeug blieb stecken, nahm Wasser auf und musste schließlich mit einem Kran geborgen werden. Videos der Aktion verbreiten sich derzeit rasant in sozialen Netzwerken.
Cybertruck-Fahrer fährt absichtlich in See
Passiert ist der Vorfall am Grapevine Lake nördlich von Dallas im US-Bundesstaat Texas. Laut US-Medien steuerte der Besitzer seinen Tesla Cybertruck bewusst ins Wasser, um den sogenannten „Wade Mode“ auszuprobieren. Auf Videos ist zu sehen, wie der Elektro-Pick-up langsam vom felsigen Ufer in den See rollt. Zuschauer reagieren zunächst noch scherzhaft. Einer kommentiert trocken: „Hey Sir, da dürfen Sie nicht parken.“ Kurz darauf wurde aus dem kuriosen Experiment allerdings Ernst: Der Cybertruck blieb im Wasser stecken.
Was ist der „Wade Mode“ überhaupt?
Der „Wade Mode“ ist eine spezielle Offroad-Funktion des Tesla Cybertrucks. Dabei hebt das Fahrzeug seine Federung an und passt bestimmte Systeme an, um kurze Fahrten durch flaches Wasser zu ermöglichen.
Gedacht ist die Funktion laut Tesla etwa für:
- überschwemmte Straßen
- kleine Flussdurchfahrten
- Offroad-Strecken mit Wasserpassagen
Wichtig dabei: Tesla bewirbt den Cybertruck nicht als echtes Amphibienfahrzeug oder Boot. Trotzdem sorgten frühere Aussagen von Tesla-Chef Elon Musk immer wieder für Diskussionen. Musk hatte in der Vergangenheit erklärt, der Cybertruck könne „kurzzeitig wie ein Boot funktionieren“. Genau diese Aussage dürfte viele Nutzer verwirrt haben.
Selbstversuch endet im Fiasko
Der Fahrer und sein Beifahrer kamen laut Berichten nur wenige Meter weit. Offenbar prallte das Fahrzeug unter Wasser gegen Felsen und wurde fahruntüchtig.
Die beiden Männer mussten den Cybertruck schließlich durchs Fenster verlassen und ans Ufer waten. Danach rückten Einsatzkräfte an. Ein schwerer Kran zog den völlig durchnässten Elektro-Pick-up später wieder aus dem See.
Wie groß der Schaden am Fahrzeug ist, ist derzeit noch unklar. Experten gehen allerdings davon aus, dass Wasserschäden bei Elektroautos schnell extrem teuer werden können – besonders wenn Batterie oder Elektronik betroffen sind.
Polizei verteilt kuriose Anzeigen
Auch die Polizei von Grapevine zeigte wenig Verständnis für den ungewöhnlichen Testlauf. Laut Behörden gab der Fahrer selbst zu, den „Wade Mode“ bewusst ausprobieren zu wollen.
Für den Mann wurde die Aktion am Ende zusätzlich teuer:
- Anzeige wegen Fahrens in einem gesperrten Bereich
- mögliche Sachbeschädigung
- und besonders kurios: eine Anzeige wegen fehlender Bootslizenz
Der Fall sorgt deshalb nicht nur bei Tesla-Fans, sondern auch bei der Polizei für Schmunzeln.
Kann der Tesla Cybertruck wirklich schwimmen?
Die kurze Antwort lautet: Nicht wirklich.
Der Cybertruck ist zwar besser gegen Wasser geschützt als viele andere Fahrzeuge und kann kurze Strecken durch flaches Wasser bewältigen. Für Fahrten in Seen oder tiefes Gewässer ist das Fahrzeug aber nicht gebaut.
Experten warnen deshalb davor, Aussagen über „schwimmende Teslas“ zu ernst zu nehmen. Selbst wenn ein Fahrzeug kurz Auftrieb hat, bedeutet das nicht, dass es sicher oder dauerhaft im Wasser fahren kann.
Der Vorfall in Texas zeigt jetzt ziemlich deutlich:
Ein Cybertruck ist am Ende eben doch eher Auto als Boot.
(fd)