Familie ausgelöscht!

Drama am Wohnwagenplatz!

(03.09.2026) Eine erschütternde Familientragödie in Frankreich beschäftigt seit Mittwochabend die Ermittler: In Gy im Département Haute-Saône wurden vier Mitglieder einer Familie tot aufgefunden. Unter den Opfern sind zwei Buben im Alter von sechs und neun Jahren. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen soll ihr Vater die beiden Kinder und seine Schwiegermutter erschossen und anschließend sich selbst getötet haben. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet.

Vier Leichen auf Grundstück mit Wohnwagen entdeckt

Die Leichen wurden am Mittwoch, 2. September 2026, gegen 20 Uhr auf einem Grundstück auf den Anhöhen von Gy entdeckt. Auf dem Areal, das zwischen Weinbergen und Wald liegt, befinden sich mehrere Wohnwagen und Mobilheime. Nach Informationen von L’Est Républicain wurde eine der getöteten Personen in einem weißen Kleintransporter gefunden, die drei anderen Leichen lagen in einem Mobilheim.

Bei den Toten handelt es sich nach übereinstimmenden französischen Medienberichten um den Familienvater, seine beiden Söhne im Alter von sechs und neun Jahren sowie seine Schwiegermutter. Die vier Opfer wurden inzwischen identifiziert. Eine Autopsie soll insbesondere die genauen Todesumstände der Frau weiter klären.

Vater soll zunächst seine Familie erschossen haben

Nach den bisherigen Erkenntnissen soll der Vater mit einer Schusswaffe auf seine beiden Kinder und seine Schwiegermutter geschossen haben. Anschließend soll er die Waffe gegen sich selbst gerichtet haben. Die Ermittler behandeln den Fall als mutmaßliches Tötungsdelikt mit anschließendem Suizid. Besonders erschütternd sind weitere Details, die L’Est Républicain und andere französische Medien unter Berufung auf Angehörige und Ermittlungsquellen berichten: Der Mann soll Teile des Geschehens gefilmt und Aufnahmen an seine Ehefrau geschickt haben. Auch Familienangehörige sollen die Aufnahmen erhalten haben. Diese Angaben sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Als möglicher Hintergrund rückt eine schwere Beziehungskrise in den Fokus. Das Paar soll sich in einem laufenden Trennungs- beziehungsweise Scheidungsverfahren befunden haben. Die Familie war gleichzeitig dabei, auf dem Grundstück ein Haus zu errichten und lebte offenbar vorübergehend beziehungsweise teilweise in einem Mobilheim.

Nach Informationen von RTL soll der Mann gegen 19.50 Uhr einen Angehörigen kontaktiert und mitgeteilt haben, seine Kinder und seine Schwiegermutter erschossen zu haben. Als Motiv soll er dabei die jüngste Trennung von seiner Partnerin genannt haben. Dabei handelt es sich bislang um Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen und noch nicht um ein abschließend festgestelltes Tatmotiv.

Mutter der Kinder offenbar nicht am Tatort

Die Mutter der beiden Buben gehörte nicht zu den vier gefundenen Toten. Nach Berichten französischer Medien soll sie den Vater verlassen haben beziehungsweise eine Trennung angestrebt haben. Ein Angehöriger erklärte gegenüber französischen Medien, der Konflikt zwischen dem Paar habe bereits seit mehreren Monaten bestanden.

Der mutmaßliche Täter wurde von L’Est Républicain inzwischen als Jean-Paul Monnot identifiziert. In der rund 1.000 Einwohner zählenden Gemeinde Gy, etwa 30 Kilometer nördlich von Besançon, löste die Tat große Bestürzung aus. Der Bürgermeister berief nach Bekanntwerden der vier Todesfälle einen außerordentlichen Gemeinderat ein.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Tötung

Die Ermittlungen werden unter Leitung der Staatsanwaltschaft von Vesoul geführt. Eine Untersuchung wegen homicide volontaire, also vorsätzlicher Tötung, wurde eingeleitet. Kriminaltechniker und Gendarmerie sollen nun den genauen Ablauf rekonstruieren, die verwendete Waffe untersuchen und insbesondere klären, in welcher Reihenfolge die vier Menschen starben.

Damit zeichnet sich hinter dem zunächst rätselhaften Fund von vier Leichen ein mutmaßliches Familiendrama mit zwei getöteten Kindern ab. Die Ermittlungen zu Motiv und genauem Tathergang dauern an.

Hilfe, wenn es zu viel wird

Wenn du oder eine nahestehende Person in einer psychischen Ausnahmesituation ist oder Suizidgedanken hat, rufe die Telefonseelsorge 142 an.

(fd/krone)

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