Chaos nach Spanien Sieg
Krawalle in 183 Städten!
(15.07.2026) Nach dem Aus Frankreichs im WM-Halbfinale gegen Spanien ist es landesweit zu massiven Ausschreitungen gekommen. Nach Angaben des französischen Innenministeriums kam es in 183 Städten zu Zusammenstößen mit der Polizei. Insgesamt wurden 342 Menschen festgenommen, 250 davon kamen in Polizeigewahrsam.
Hunderte Angriffe auf Einsatzkräfte
Die Sicherheitsbehörden registrierten 688 Angriffe mit Feuerwerkskörpern auf Polizei und Rettungskräfte. Zudem wurden 1.128 Böller beschlagnahmt. Besonders betroffen waren Paris und Lyon, wo die Polizei teilweise Tränengas einsetzen musste, um gewalttätige Menschenmengen auseinanderzutreiben. Allein in Paris wurden 141 Personen festgenommen.
701 Autos gingen in Flammen auf
Die Krawalle fielen mit dem französischen Nationalfeiertag am 14. Juli zusammen, an dem es traditionell häufiger zu Ausschreitungen kommt. Bereits in der Nacht zuvor hatte es in 141 Städten Gewalt, Brandstiftungen und Angriffe mit Feuerwerkskörpern gegeben. Zusammengerechnet wurden an beiden Tagen 701 Autos in Brand gesetzt.
Mann während des Spiels erschossen
In Grenoble kam es während des Halbfinales zu einem tödlichen Gewaltverbrechen. Ein 49-jähriger Mann, der das Spiel auf der Terrasse einer Bar verfolgte, wurde von mehreren Angreifern verfolgt und in einer Seitenstraße erschossen. Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von einem Zusammenhang mit einem Bandenkrieg aus, nicht mit den Fußball-Krawallen.
+++Triggerwarnung+++Leiche+++Totentuch+++bedeckt+++
70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz
Die französischen Behörden hatten sich bereits auf mögliche Ausschreitungen vorbereitet. Wegen des Nationalfeiertags und des WM-Halbfinals waren landesweit rund 70.000 Polizisten und Gendarmen im Einsatz. Innenminister Laurent Nuñez hatte im Vorfeld eine Null-Toleranz-Strategie gegen Gewalttäter angekündigt.
(fd/apa)