Polizeischülerin abgestürzt
Tirol: Frau (34) ist tot!
(15.07.2026) (Update 19:35) Tragisches Unglück im Tiroler Ötztal: Eine 34-jährige Polizeischülerin ist am Mittwoch bei einer Alpinausbildung am Stuibenfall in Umhausen tödlich verunglückt. Die Frau stürzte aus bislang ungeklärter Ursache in den Wasserfall und wurde von den Wassermassen mitgerissen. Nach stundenlanger Suche konnten Einsatzkräfte sie am Abend nur noch tot bergen.
Absturz beim Überqueren des Klettersteigs
Der Notruf ging kurz nach 12 Uhr bei der Leitstelle Tirol ein. Die 34-Jährige nahm gemeinsam mit einer Ausbildungsgruppe an einer Alpinausbildung der Polizei teil. Nach Angaben der Tiroler Polizei ereignete sich der Unfall am Stuibenfall-Klettersteig. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte die Frau beim Bereich der Seilbrücke aus noch ungeklärter Ursache abgestürzt und in den Wasserfall gerissen worden sein.
Großaufgebot an Einsatzkräften
Unmittelbar nach dem Unfall wurde eine groß angelegte Suchaktion gestartet. Im Einsatz standen die Bergrettung Umhausen, die Wasserrettung mit Spezialkräften aus mehreren Ortsstellen, die Freiwillige Feuerwehr Umhausen, die Polizei, spezielle Canyoning-Retter sowie zwei Hubschrauber.
Da die Frau zunächst nicht gefunden werden konnte, wurde die Suche vom Bereich des Stuibenfalls auf die Ötztaler Ache ausgeweitet. Mehrere Stunden suchten die Einsatzkräfte entlang des Flusses und in den schwer zugänglichen Schluchten.
Traurige Gewissheit am Abend
Am Abend endete die Suche mit einer traurigen Gewissheit: Die Polizeischülerin konnte nur noch tot geborgen werden.
Wie inzwischen bekannt wurde, hinterlässt die 34-Jährige zwei kleine Kinder im Alter von vier und acht Jahren.
Kriseninterventionsteam betreut Kollegen
Die Frau war gemeinsam mit weiteren Polizeischülern unterwegs. Nach dem tragischen Unfall wurde ein Kriseninterventionsteam angefordert, das die Mitglieder der Ausbildungsgruppe sowie die beteiligten Einsatzkräfte betreute.
Alpinpolizei ermittelt
Wie es zu dem tödlichen Absturz kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Mit den Ermittlungen wurde die Alpinpolizei der Landespolizeidirektion Salzburg beauftragt. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht.
(fd/apa)