Oma und Enkel sind tot

Mutter überlebt schwer verletzt

(27.09.2026) Ein schwerer Verkehrsunfall in Serbien hat zwei Menschenleben gefordert. Bei einem Frontalzusammenstoß nahe Bujanovac im Süden des Landes starben ein zweijähriger Bub und seine 62-jährige Großmutter. Die Mutter des Kindes wurde schwer verletzt und in eine Klinik nach Niš gebracht.

Zwei Autos prallen frontal zusammen

Der Unfall ereignete sich am Freitagabend gegen 18.30 Uhr im Ort Srpska Kuća auf der Straße zwischen Bujanovac und Vranje. Beteiligt waren ein VW Golf und ein Toyota, beide mit Kennzeichen aus der Region Bujanovac. Die Fahrzeuge waren in entgegengesetzter Richtung unterwegs, als es zum Frontalzusammenstoß kam.

Nach Angaben serbischer Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft soll der Golf auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal mit dem entgegenkommenden Toyota kollidiert sein. Warum das Fahrzeug die Spur verließ, wird noch untersucht.

Großmutter stirbt am Unfallort

Die 62-jährige Großmutter erlitt bei dem Zusammenstoß tödliche Verletzungen und starb noch am Unfallort. Der kleine Bub wurde nach dem Crash in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch seinen schweren Verletzungen.

Erste Medienmeldungen hatten zunächst fälschlicherweise berichtet, dass neben dem Kind dessen Mutter gestorben sei. Spätere Angaben des serbischen Rundfunks RTS und der Ermittlungsbehörden stellten klar: Bei dem zweiten Todesopfer handelt es sich um die Großmutter des Kindes.

Mutter des Kindes schwer am Kopf verletzt

Die 28-jährige Mutter überlebte den Unfall, erlitt jedoch schwere Verletzungen. Sie wurde zunächst medizinisch versorgt und anschließend in das Universitätsklinikum Niš verlegt.

Dort wurde sie auf der Neurochirurgie behandelt. Nach Angaben der Klinik erlitt sie neurochirurgische Verletzungen sowie Verletzungen im Gesichtsbereich. Sie war nach dem Unfall bei Bewusstsein und ihre Vitalwerte wurden als stabil beschrieben.

Auch beide Autofahrer verletzt

Auch die Fahrer der beiden Unfallautos wurden verletzt. Laut Angaben aus dem Umfeld der Staatsanwaltschaft erlitten beide schwere Verletzungen. Alkoholtests sollen bei keinem der beiden Fahrer Alkohol im Blut ergeben haben.

Gegen den Fahrer des Golf wurde laut serbischen Medien ein Verfahren wegen des Verdachts eines schweren Delikts gegen die Verkehrssicherheit eingeleitet. Er soll zunächst bis zu 48 Stunden festgehalten worden sein. Die strafrechtliche Verantwortung ist damit noch nicht festgestellt.

Gutachten soll Ursache des tödlichen Unfalls klären

Die Staatsanwaltschaft ordnete weitere Untersuchungen und ein verkehrstechnisches Gutachten an. Damit soll rekonstruiert werden, wie schnell die Fahrzeuge unterwegs waren und weshalb es zum Spurwechsel beziehungsweise Frontalzusammenstoß kam.

Auch die Obduktion der beiden Todesopfer wurde angeordnet. Erst nach Abschluss der Ermittlungen soll feststehen, was den tödlichen Unfall bei Bujanovac tatsächlich ausgelöst hat.

Für eine Familie endete die Fahrt damit in einer kaum vorstellbaren Tragödie: Ein zweijähriger Bub und seine Großmutter starben, seine Mutter wurde schwer verletzt.

(fd)

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