Tödlicher Oktoberfest Ausflug
Tote und Verletzte!
(27.09.2026) Ein schwerer Busunfall auf der A96 bei Buchloe hat am Sonntagmorgen zwei Menschen das Leben gekostet. Ein Reisebus mit einer Gruppe philippinischer Staatsangehöriger kam gegen 6 Uhr von der Autobahn ab und stürzte eine Böschung hinunter. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, mindestens acht von ihnen schwer. Die Gruppe war von Mailand auf dem Weg zum Oktoberfest nach München.
Nach Angaben der Polizei befanden sich 35 Reisende in dem in Italien zugelassenen Bus. Bei den Passagieren handelte es sich um philippinische Staatsangehörige, die laut Polizei in Italien leben.
Ein Mensch starb noch an der Unfallstelle. Eine weitere zunächst lebensgefährlich verletzte Person erlag später ihren Verletzungen. Zu Alter und Identität der beiden Todesopfer wurden zunächst keine Angaben gemacht.
Bus kam ohne Kollision von der Fahrbahn ab
Der Unfall ereignete sich bei Buchloe-Ost in Fahrtrichtung München. Nach den bisherigen Ermittlungen war kein anderes Fahrzeug beteiligt. Der Reisebus kam aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte anschließend in eine Böschung.
Die Frontscheibe des Busses wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt. Feuerwehrkräfte mussten das umgestürzte Fahrzeug mit Ketten und Holzstützen sichern, damit es an der Böschung nicht weiter abrutschte.
Die Polizei sprach zunächst von insgesamt 26 Verletzten, korrigierte diese Einschätzung später jedoch und berichtete von einer weiterhin dynamischen Lage. Sicher bestätigt wurden mindestens acht Schwerverletzte.
Sechs Verletzte wurden mit Rettungshubschraubern in umliegende Kliniken geflogen, zwei weitere mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Auch der Reiseführer der Gruppe musste medizinisch behandelt werden.
Der 41 Jahre alte italienische Busfahrer blieb laut Polizei weitgehend unverletzt und konnte bereits zu dem Unfall befragt werden.
Verletzte liefen nach Unfall in angrenzenden Wald
Für zusätzliche Unsicherheit sorgte, dass einige Passagiere nach dem Unfall im angrenzenden Wald gesehen worden waren. Da den Einsatzkräften zunächst keine vollständige Teilnehmerliste vorlag, wurde das Gebiet vorsorglich mit Suchhunden abgesucht.
Weitere vermisste oder verletzte Reisende wurden dabei nach bisherigen Angaben nicht gefunden.
Rund 250 Einsatzkräfte vor Ort
Die Dimension des Unfalls führte zu einem Großeinsatz. Rund 250 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten waren vor Ort.
Die Staatsanwaltschaft beauftragte außerdem einen Unfallgutachter, der rekonstruieren soll, warum der Bus von der Autobahn abkam. Hinweise auf eine Beteiligung eines weiteren Fahrzeugs gibt es bislang nicht.
Die A96 zwischen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West wurde nach dem Unfall zeitweise in beide Richtungen vollständig gesperrt. Die Bergung des Reisebusses und die Unfallaufnahme dauerten mehrere Stunden.
Die Autobahn ist eine wichtige Verbindung zwischen Memmingen und München. Gerade am Wochenende während des Oktoberfests ist auf der Strecke mit besonders viel Reiseverkehr zu rechnen.
Gruppe wollte zum Oktoberfest nach München
Für die Reisenden sollte der Sonntag eigentlich mit einem Besuch des Oktoberfests in München beginnen. Stattdessen endete die Fahrt aus Mailand wenige Stunden vor dem Ziel in einer Katastrophe.
Warum der Reisebus bei Buchloe plötzlich von der Fahrbahn abkam, ist derzeit die zentrale Frage der Ermittler. Klar ist bislang nur: Zwei Menschen starben, zahlreiche weitere wurden verletzt und mindestens acht davon schwer.
(fd/apa)