4 Kinder ertrinken beim Baden

Dramen am Pfingstwochenende

(26.05.2026) Die ersten heißen Pfingsttage des Jahres sind in Deutschland von mehreren tragischen Badeunfällen überschattet worden. Innerhalb weniger Stunden kamen sieben Menschen ums Leben – darunter vier Kinder. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) schlägt Alarm und warnt eindringlich vor den Gefahren an Seen, Flüssen und in Freibädern.

Vierjähriger Bub stirbt im Freibad

Besonders erschütternd ist der Tod eines vierjährigen Buben in einem Freibad in Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz. Das Kind wurde leblos im Nichtschwimmerbecken entdeckt. Ein Badegast zog den Jungen noch aus dem Wasser, doch trotz sofortiger Reanimationsversuche konnte sein Leben nicht mehr gerettet werden. Besucher berichten von großem Andrang im Freibad. Eine Stammgästin schilderte, dass das Becken am Nachmittag extrem überfüllt gewesen sei.

13-Jährige nach Großeinsatz tot gefunden

Im ostfriesischen Marienhafe verschwand eine 13-Jährige beim Baden in einem Kiessee. Nachdem der Notruf eingegangen war, rückten Feuerwehr, Taucher, DLRG und zahlreiche Rettungskräfte zu einem Großeinsatz aus.

Rund 80 Einsatzkräfte suchten stundenlang nach dem Mädchen. Schließlich konnte die Jugendliche nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden.

Weitere tödliche Badeunfälle

Auch in Rheinland-Pfalz kam es zu einem weiteren Drama:
Im Freibad Birlenbach geriet ein elfjähriger Bub während des Badebetriebs plötzlich in eine akute Notlage. Der Junge wurde noch ins Krankenhaus gebracht, starb dort jedoch später.

In Essen verschwand außerdem ein 14-Jähriger in der Ruhr. Zeugen hatten beobachtet, wie der Jugendliche ins Wasser gegangen war und plötzlich unterging. Nach einer stundenlangen Suche wurde er gefunden und in eine Klinik gebracht, wo er wenig später starb.

DLRG warnt Eltern vor Sekunden der Unachtsamkeit

Nach den tragischen Vorfällen appelliert die DLRG eindringlich an Eltern und Badegäste, Kinder am Wasser niemals unbeaufsichtigt zu lassen.

Besonders gefährlich seien:

  • überfüllte Freibäder,
  • Ablenkung durch Smartphones,
  • Strömungen in Flüssen
  • und Selbstüberschätzung beim Schwimmen.

Die Rettungsorganisation empfiehlt auffällige Badekleidung für Kinder und permanente Aufsicht – selbst kurze Momente könnten lebensgefährlich werden.

Zahl der Badetoten bleibt hoch

Die Zahl der tödlichen Badeunfälle in Deutschland ist weiterhin alarmierend:

  • Im vergangenen Jahr starben 393 Menschen beim Baden.
  • Darunter waren 13 Kinder im Alter zwischen einem und zehn Jahren.

Experten warnen, dass besonders die ersten heißen Tage des Jahres oft unterschätzt werden. Viele Menschen überschätzen ihre Kräfte oder unterschätzen die Gefahren in kalten oder tiefen Gewässern.

Auch in Österreich steigen die Zahlen

Auch in Österreich kommt es jedes Jahr zu zahlreichen tödlichen Badeunfällen. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und Statistik Austria ertrinken hierzulande durchschnittlich rund 30 bis 40 Menschen pro Jahr. Besonders gefährlich gelten Flüsse, Badeseen und unbewachte Gewässer. Immer wieder sind auch Kinder betroffen. Experten warnen, dass Hitzeperioden und der frühe Start der Badesaison das Risiko zusätzlich erhöhen – vor allem dann, wenn Menschen ihre Schwimmfähigkeiten überschätzen oder Kinder nur kurz unbeaufsichtigt bleiben.

(fd)

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